Hier kann man in Hamburg Schlittschuhlaufen
Bei strahlendem Sonnenschein sind zahlreiche Schlittschuhläufer auf der Eisbahn im Park „Planten un Blomen“ unterwegs. Foto Charisius
In Hamburg steht Deutschlands größte Open-Air-Eisbahn. Neben dem besonders beliebten Freiluft-Spaß in „Planten un Blomen“ an den Wallanlagen bieten überdachte Eisbahnen bei jedem Wetter laufenden Spaß. Eine Übersicht.
Seit 1971 bewegen sich die Hamburger und ihre Gäste auf der Eislaufbahn in den Großen Wallanlagen. Die Indoo Eisarena – besser bekannt als Planten un Blomen Eisbahn – ist eine der beliebtesten Eislaufbahnen der Hamburger. Mit ihren 4 300 Quadratmetern gehört sie zu den größten Freiluft-Kunsteisbahnen Europas: inmitten der Parkanlagen „Planten un Blomen“. Es gibt extra Eisstockbahnen fürs Eisstockschießen, für Kinder können Pinguine und Eiszwerge zum Festhalten ausgeliehen werden. Jeden Freitag und Sonnabend ab 19 Uhr findet die Club Night mit Livemusik statt. Donnerstags von 16 bis 17 Uhr bietet der ehemalige Europameister im Eiskunstlauf, Heinz Germershausen, kostenlos Unterstützung auf dem Eis. Tipp: Am Abend ist die Atmosphäre besonders schön, wenn die Sterne funkeln oder sogar Schnee fällt.
- Indoo Eisarena Große Wallanlagen, Holstenwall 30, 20355 Hamburg-Neustadt, bis 21. März. 2,5 Stunden für 5,50 Euro, Kinder unter 18 Jahre 3,90 Euro. Schlittschuhe 5 Euro.
In Farmsen steht eine der großen überdachten Eissporthallen Hamburgs. Wenn es draußen mal regnet und ungemütlich ist, ist das Eisland Farmsen das perfekte Ausflugsziel. Auf 1 800 Quadratmetern bei einer Hallen-Temperatur von elf Grad kommen Eislauffans auf ihre Kosten. Im Eisland trifft sich die Jugend zum Eishockey oder Schlittschuhlaufen. Neben den Freizeitangeboten des Bäderland Hamburg für die Öffentlichkeit trainieren hier auch viele Eishockeyvereine, von Anfänger bis Profis. Tipp: Beliebt ist der Treff am Samstagabend. Da wird das Eisland zur Polarlicht-Disko. Musik, bunte Laserstrahlen und eine Discokugel sorgen für die richtige Stimmung.
- Eisland, Berner Heerweg 152, 22159 Hamburg-Farmsen, bis 24. März. Tagespreis 5,30 Euro, Kinder unter 16 Jahren 3,80 Euro. Schlittschuhe 5 Euro.
Während unter der Woche Hobbymannschaften und Vereine hier trainieren, ist die Eissporthalle in der Volksbank Arena am Wochenende für Jedermann geöffnet – an bis zu 43 Wochenenden im Jahr. Damit ist das eiskalte Vergnügen nicht nur im Winter, sondern auch noch in den Sommermonaten gesichert – einzigartig in ganz Deutschland. Ein weiteres Highlight ist das Eisstockschießen: Unter der Aufsicht zweier Spielleiter darf das Eis jeden Montag und Freitag auch ohne Schlittschuhe betreten werden. Tipp: Das Eisstockschießen lässt sich auch als Sonderevent buchen, genau wie die Eisfläche für Kindergeburtstage – und das im ganzen Jahr.
- Eissporthalle Volksbank Arena, Hellgrundweg 50, 22525 Hamburg, bis März Sonnabend und Sonntag, dann nur sonntags. Tagespreis 5 Euro, Kinder bis 13 Jahre: 3,50 Euro, Schüler und Studenten 4 Euro. Schlittschuhe 4,50 Euro.
Die Eisbahn in Stellingen lockt mit einer einmaligen Decken-Konstruktion. Ein Zeltdach schützt vor Wind und Wetter, doch zur Seite hin ist die Eisbahn offen und somit läuft es sich doch irgendwie an der frischen Luft. Die Herren- und Damenteams des Hamburger Sportvereins (HSV) trainieren und spielen seit 1970 im Eisstadion Stellingen. Damals wurde in das Stellinger Radstadion ein Eishockeyfeld gebaut. 1979 zogen die Mannschaften in die größere Eissporthalle Farmsen um, kehrten allerdings nach der Überdachung des Eisstadions 1994 in die alte Spielstätte zurück. Familien, die selber aufs Eis wollen, haben dazu an zwei Laufzeiten täglich Gelegenheit. Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagmittag gibt es Sonderlaufzeiten für Familien mit kleinen Kindern und Senioren. Tipp: Vor, zwischen und nach den Laufzeiten finden häufig Eishockeyspiele des Hamburger SV statt, bei denen der Eintritt in der Regel kostenlos ist.
- Eisbahn Stellingen, Hagenbeckstraße 124, 22527, Hamburg, bis März. Zwei Stunden 4,20 Euro, Kinder bis 15 Jahre 2,10 Euro. Schlittschuhe 4,50 Euro.
Übrigens: Die Begeisterung für die Kombination von Eis und Sport hat in der Hansestadt Tradition. 1868 hatte der Senat erstmals die Alster zum Schlittschuhlaufen freigegeben. In den Folgejahren wurde der Eissport in den Wintermonaten auf ausgewiesenen Flächen in Wandsbek, auf dem Heiligengeistfeld und im Sternschanzenpark erlaubt. So wuchs heran, was heute stadtweit Volkssport ist.
Im Februar vor fünf Jahren fand nach einer zwei Wochen anhaltenden Kältewelle zum ersten Mal nach 15 Jahren wieder ein von der zuständigen Behörde freigegebenes Alstereisvergnügen statt. Dafür braucht es eine blasenfreie Eisfläche von mindestens 20 Zentimeter. In etwa sind dafür zwei Wochen ununterbrochen starker Frost erforderlich. Vielleicht hat Hamburg bald noch eine Eisfläche mehr zum Schlittschuhlaufen.