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THinab in die Unterwelt des Hallenbads

Hinab in die Unterwelt des Hallenbads

Wer hier arbeitet, darf keine Platzangst haben und braucht Vertrauen in wenige Millimeter Edelstahlblech: Die Gänge auf dem Weg in die Unterwelt des Hallenbads werden immer kleiner und sind mit Technik, großen Wasserbehältern und Filtern vollgestopft.

Von Karsten Wisser Samstag, 18.12.2021, 11:31 Uhr

Während im Buxtehuder Hallenbad gerade Schwimmunterricht für die Schulen läuft, öffnet Sonja Koch gleich mehrere Türen auf dem Weg unter das Schwimmbecken im Aquarella in der Konopkastraße. 

Hier ist noch zu erahnen, wie aufwendig der große Umbau 2012 war. Das frühere Betonbecken wurde bis auf einen kleinen Sockel abgebaut und darauf das neue Becken montiert. „Wir nutzen den Gang mindestens noch einmal in der Woche für Kontrollgänge“, sagt Sonja Koch, die mit ihrem Team in der Schwimmbäderabteilung der Stadtwerke für das Aquarella und das Heidebad zuständig ist. Im Normalbetrieb sind vier bis fünf Mitarbeitende im Aquarella im Einsatz.

Wasserqualität wird ständig kontrolliert

Direkt vom unterirdischen Gang rund um das Becken gehen die Lüftungsgänge des Hallenbads ab, die auch gewartet werden und die immer wieder betreten werden müssen, wenn oben durch die kleinen Lüftungsschlitze die Schlüssel für die Schränke in den Umkleidekabinen fallen und schnell wieder gebraucht werden.

„Hier ist alles auf Trockenheit und Durchlüftung ausgelegt“, sagt Sonja Koch. Nur so könne angesichts von Feuchtigkeit und hohen Temperaturen die Langlebigkeit der Anlagen sichergestellt werden. Ständige Kontrollen sollen zudem sicherstellen, dass die Wasserqualität gut bleibt. Es gibt tägliche Tests. Zusätzliche Kontrollen werden wöchentlich im Labor der Stadtwerke und monatlich extern durchgeführt. Bei der Wassertemperatur von 28 Grad könnten sonst ohne Kontrollen und hohe Maßstäbe an Hygiene und Wasserqualität schnell Krankheitskeime entstehen. „Die Wasserqualität im Aquarella ist hervorragend“, sagt Sonja Koch selbstbewusst.

Corona schränkt Aquarella ein

Wasser gibt es im Aquarella jede Menge. Im großen Sportbecken mit einer Länge von 25 Metern und einer Breite von 12,50 Metern werden pro Stunde 210.000 Liter Wasser umgewälzt. In 24 Stunden laufen somit fünf Millionen Liter Wasser durch die beiden Filter des Sportbeckens. Das entspricht 25 000 Badewannen pro Tag bei einer Befüllung von 200 Litern pro Wanne. Das sind fünf Millionen Liter. Etwa alle dreieinhalb Stunden wird das Wasser aus dem Sportbecken komplett durch den Filter geschickt und aufbereitet. Für das Nichtschwimmerbecken sind es 93.000 Liter pro Stunde und im Planschbecken werden noch einmal pro Stunde 40.000 Liter umgewälzt.

Sonja Koch ist Chefin der Bäderabteilung der Stadtwerke. Foto: Wisser

Sonja Koch ist Chefin der Bäderabteilung der Stadtwerke. Foto: Wisser

Die Corona-Pandemie schränkt die Nutzungsmöglichkeiten im Aquarella ein. Für das Hallenbad ist keine Anmeldung erforderlich. Für die Sauna ist eine Anmeldung nötig. Alle Gäste ab 18 Jahren benötigen einen 2G-Nachweis und eine Testbescheinigung nicht älter als 24 Stunden ist. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren benötigen keinen Nachweis. Personen, die bereits ihre Auffrischungsimpfung erhalten haben, brauchen keinen Test mehr. Eine FFP2-Maske ist von der Eingangstür bis zum Umkleideschrank obligatorisch.

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