Horneburg plant zwei neue Kindertagesstätten
In der Samtgemeinde Horneburg werden im nächsten Jahr zwei neue Kindertagesstätten gebaut: in Horneburg im Baugebiet „Blumenthal“ und in Dollern im Baugebiet „Südlich Nedderbrook“. Weil Eltern ihre Kinder länger betreuen lassen, sind Plätze jetzt schon knapp.
Das Projekt in Dollern hat die Gemeinde Dollern beschlossen, die selbst dafür zuständig ist. Weil eine Außenstelle der Kindertagesstätte in Dollern nicht mehr genutzt werden kann, ist seit Februar eine Gruppe übergangsweise in einem Container untergebracht. Der Neubau soll Abhilfe schaffen und Platz für eine Elementar- und eine Krippengruppe bieten.
Im Flecken Horneburg fehlen jetzt schon Plätze, die Kitas sind voll. Zum Stichtag 31. März fehlten für das nächste Kindergartenjahr Plätze für neun Kindergartenkinder (Elementarbereich) und 13 Krippenkinder. Die größeren können gerade noch so untergebracht werden, wenn sie die Einrichtungen in Bliedersdorf, Dollern und Agathenburg nutzen. „Es ist knapp“, sagt Knut Willenbockel aus dem Rathaus auf Nachfrage. „Den Bedarf an Krippenplätzen können wir nicht erfüllen, da behelfen wir uns mit der Tagespflege.“ Und auch das reicht nicht hin.
Zur Zeit gibt es im Flecken Horneburg für Kindergartenkinder 167 Plätze plus 15 in der Waldgruppe und 60 Plätze für die unter Dreijährigen. Der Neubau soll zwei Krippengruppen und zwei Elementargruppen beherbergen. Zunächst werden zwei Gruppen den momentanen Bedarf decken, die anderen die erwartete zusätzliche Nachfrage durch die neuen Wohnungen. Die Baukosten werden laut Vorlage auf 1,7 Millionen Euro geschätzt, knapp 500 000 Euro Zuweisungen werden erwartet. „Voraussichtlicher Baubeginn ist Frühjahr 2018“, sagt Willenbockel und hofft, dass nach den Sommerferien 2019 die beiden neuen Kindertagesstätten fertig sind.
Insbesondere steigt der Bedarf an Ganztagsbetreuung. So werden zum August diesen Jahres die Betreuungszeiten in zwei Elementargruppen des „Hoki-Kindergartens“ aufgestockt. Durch ein Hin- und Hergeschiebe der Zeiten und Räume zwischen Hasen- und Igelgruppe gelingt es, zunächst fünf Ganztagsplätze zu schaffen, die schon belegt sind. Wegen der starken Nachfrage wird außerdem im Horneburger „Spatzennest“ für die Frühbetreuung ab 7.30 Uhr eine zweite Kraft benötigt. Der Rat stimmte den Vorschlägen einstimmig ohne Diskussion zu.
Gute Nachrichten hatte Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede für den Rat: Das Land hat für 2017 rund 11 000 Euro zugesagt für das Familienservicebüro sowie die Projekte Wellcome, Erziehungslotsen, Familienfördernde Maßnahmen, Neugeborenenbegrüßung und Storchengruß. Das Freiwilligenzentrum Horneburg wird vom Land in 2017 mit 18 000 Euro unterstützt.
Das Freibad Horneburg hat einen neuen Rekord aufgestellt: Im Vorverkauf wurden 419 Saisonkarten nachgefragt. Das sind laut Rathausmitarbeiter Knut Willenbockel 53 mehr als 2016 und 103 mehr als 2015 und erstmals über 400. Die Familienkarten sind am gefragtesten. Die Einnahmen durch den Vorverkauf sind um 4000 Euro auf 34 500 Euro gestiegen.
Die Finanzierung für den Anbau an das Horneburger Handwerksmuseum ist gesichert. Wie berichtet soll die historische Lühejolle „Nixe“ einen Unterstand bekommen. Dafür fließen Fördermittel vom Land in Höhe von rund 24 000 Euro. „Der Zuwendungsbescheid vom Amt für regionale Landesentwicklung ist da“, freut sich Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede. Die Gesamtkosten betragen 41 450 Euro. Die Samtgemeinde und der Flecken Horneburg geben Zuschüsse sowie der Förderverein Lühe-Aue selbst. Der Förderverein kann jetzt die Umsetzung in Angriff nehmen.