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Ehrenamt-Adventskalender

Im Einsatz für Harsefelds Hundespielplatz

Mit dem Radlader der eigenen Firma für den Verein im Einsatz: Uilke Eppinga mit seinen Hunden. Foto: Fehlbus

Mit dem Radlader der eigenen Firma für den Verein im Einsatz: Uilke Eppinga mit seinen Hunden. Foto: Fehlbus

Es sind viele Ehrenamtliche, die dafür gesorgt haben, dass Hunde in Harsefeld seit eineinhalb Jahren auf ihren eigenen Spielplatz können. Uilke Eppinga aber ist ihr „Chef“. Seit Beginn ist der Harsefelder mit niederländischen Wurzeln Vorsitzender des Hundespielplatzvereins.

Sonntag, 01.12.2019, 09:59 Uhr

„Wir könnten hier jeden Tag zwei Stunden arbeiten, aber wir müssen alle auch noch unserem Beruf nachgehen“, sagt Uilke Eppinga. Mit seinen Geräten ist der Inhaber einer örtlichen Firma für Garten- und Landschaftsbau regelmäßig für den Verein in seiner Freizeit im Einsatz. Gerade fährt er wieder einmal mit dem Radlader Sand vor das Eingangstor – am Wochenende. Der Boden, auf der die Freilauffläche mit kleinen Tunneln und Podesten entstanden ist, lässt Wasser schlecht ablaufen. 

Bei Novemberwetter wie in diesem Jahr leidet der Rasen sichtbar. Deshalb müsste eigentlich immer eine Fläche der drei vorhandenen abgesperrt werden. Doch die Nachfrage nach Auslauf für die Vierbeiner ist zu groß. So warten die rund 40 zahlenden Mitglieder des Vereins und noch viel mehr Hundebesitzer, die sich mit Spenden und Eigenleistungen beteiligen, schon sehnlichst auf den Umzug. Ein 18000 Quadratmeter großes Grundstück stellt der Flecken Harsefeld bereit. Das ist beschlossene Sache.

Am Martenskamp, wo jetzt die Hundefreilauffläche ist, soll das Gewerbegebiet Weißenfelde wachsen. Das war vor dem Start des Hundespielplatzes klar. Die Fläche, auf die der Verein umziehen soll, liegt in Harsefeld hinter dem Wieh, am Ortsausgang Richtung Hollenbeck. Die Gemeinde musste erst den Flächennutzungsplan anpassen. Wann es mit dem Umzug losgehen kann, steht noch nicht fest. Aber der Verein ist bereit. „Hoffentlich“, sagt Eppinga, gehe es bald los. Ohnehin müssten demnächst wieder Arbeiten an den Zäunen durchgeführt werden. Ein Sturm hat die mittlere Trennung in Mitleidenschaft gezogen.

Was die Hundespielplatz-Organisatoren zuerst gar nicht so gesehen hatten, hat sich als vorteilhafte Lernphase herausgestellt. „Es war gar nicht schlecht, dass wir erst einmal alles ausprobiert haben“, sagt Eppinga. Seit April 2018 mussten immer wieder Reparaturen an Toren und Pfosten durchgeführt werden. Beim Umzug wollen sie jetzt gleich darauf achten, dass die Tore an den Schleusen und Zugängen stabil genug sind, um 100-mal am Tag geöffnet und geschlossen zu werden, sagt der erste Vorsitzende. Außerdem habe sich gezeigt, dass die Unterteilung in drei Freilaufflächen nicht ausreiche. Wenn alle Hunde und ihre Besitzer friedlich und glücklich wiederkommen sollen, müssten es sieben bis acht Flächen sein, so Eppinga.

Er selbst kommt regelmäßig mit seinen beiden Hunden O.G. , gesprochen Odschie, und Bone zum Spielen auf den Platz. Die beiden Schwergewichte mit gutem Herz, wie Eppinga betont, stürzen sich sofort auf einen Ball und schauen zwischendurch der weiblichen Hundewelt hinterher.

Fürs Foto klettern sie bereitwillig in die Schaufel des Radladers. „Die machen alles mit“, sagt Eppinga. Und deshalb engagiert er sich gern für einen Spielplatz, auf dem seine Jungs mal so richtig abtoben können.

Wie bunt die ehrenamtliche Arbeit im Landkreis Stade ist, zeigt der Adventskalender des TAGEBLATT, der ab dem 1. Dezember (sonntags auf tageblatt.de) jeden Tag ein Türchen öffnet und Einblick in die Arbeit der Freiwilligen gibt.

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