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In Harsefeld wächst etwas Grünes

Inhaber Klaus Tobaben hält den Bauplan hoch. Im Moment wird der hintere Teil des neuen Gartencenters gebaut. Der vordere Teil soll im nächsten Spätsommer an der Reihe sein. Dann wird sich alles zu einem kompakten Gebäudekomplex zusammenfüge

Inhaber Klaus Tobaben hält den Bauplan hoch. Im Moment wird der hintere Teil des neuen Gartencenters gebaut. Der vordere Teil soll im nächsten Spätsommer an der Reihe sein. Dann wird sich alles zu einem kompakten Gebäudekomplex zusammenfüge

Die Gärtnerei Tobaben baut ein neues Gartencenter mit 88 Metern Länge und großen Gewächshausflächen. Der Verkauf während der Bauphasen geht weiter.

Von Miriam Fehlbus Mittwoch, 16.08.2017, 11:00 Uhr

Mit dem neuen Kreisel an der Buxtehuder Straße scheint in Harsefeld einiges in Bewegung gekommen zu sein. Gerade erst ist an der Ausfahrt zum Paschberg ein neuer Verbrauchermarkt entstanden. Jetzt tut sich etwas Großes auf der gegenüberliegenden Seite. Die Gärtnerei Tobaben verdoppelt die überdachte Verkaufsfläche durch den Neubau eines Gartencenters an gleicher Stelle.

„Harsefeld ist gewachsen und wir wachsen mit“, sagt Gärtnerei-Inhaber Klaus Tobaben. Der 35-Jährige hält die Pläne für das Neubauvorhaben in der Hand, für das schon einige Stahlträger stehen. Der erste Bauabschnitt nimmt schnell Formen an. Es ist der kleinere Teil. Etwa zwei Drittel der am Ende mehr als 3300 Quadratmeter großen Gebäudefläche werden im zweiten Abschnitt ab Juni 2018 gebaut.

Geplant ist ein moderner, sieben Meter hoher Baukörper entlang der Buxtehuder Straße. Am Ende wird der Eingang von der Seite des jetzigen Gebäudes zur Straße hin verlegt. Parkplätze sollen durch die Umbauten nicht verloren gehen. Im Gegenteil: Durch die Anordnung rund um den Gebäudekomplex werden es mit 137 deutlich mehr, erklärt Tobaben. Erste Visualisierungen zeigen einen großzügigen Eingangsbereich mit zusätzlichen Parkflächen zur Straße hin. Die Anfahrt wird dabei weiter über die bisherige Zufahrt auf das Gelände erfolgen. Für den Neubau notwendigen Platz hat auch der Abriss eines Gebäudes gebracht, das zuletzt von der Gärtnerei als Lagerfläche genutzt wurde. Vor längerer Zeit war hier ein Getränkemarkt zu finden.

„Durch den Neubau entstehen große Gewächshausflächen, die uns unabhängig vom Wetter machen“, erklärt Klaus Tobaben. Regen oder kaltes Wetter sollen draußen bleiben, wenn die Kunden im beheizbaren, komplett verglasten „Saisonhaus“ mit über 1000 Quadratmetern Fläche Grünes und Dekoratives für Haus, Garten und Terrasse besichtigen. Diese Schaufläche ist kaum mit dem Pflanzenverkauf aus der Anfangszeit der Harsefelder Gärtnerei Mitte der 1970er Jahre zu vergleichen.

Hans-Wilhelm und Margret Tobaben, die Eltern des heutigen Inhabers, haben 1976 mit einer Freifläche und einem kleinen Holzhaus für den Verkauf begonnen. In den 1980er Jahren waren dann schon einige Verkaufsflächen überdacht. 1993 entstand das Zimmerpflanzenhaus. „Und dann haben wir Stück für Stück erweitert“, sagt Klaus Tobaben, der seit 2012 die Geschäfte führt. Jetzt soll es ein kompletter Neubau werden.

1986 sah der Pflanzenverkauf bei Tobaben in Harsefeld noch so aus. Der F amilienbetrieb startete 1976 mit einer Freifläche und einem Holzhaus.

Ende 2018 soll auch der zweite Bauabschnitt mit dem repräsentativen Eingangsbereich zur Buxtehuder Straße hin fertiggestellt sein.

Damit der Verkauf während der Bauarbeiten weitergehen kann, wird erst das nördliche Drittel des Gebäudes im hinteren Bereich errichtet. In diesem werden später Lager, Büro und Technik untergebracht sein. Bis Juni 2018 bleibt auf der gewohnten Verkaufsfläche alles unverändert. Im nächsten Sommer folgt dann der zweite und letzte Bauabschnitt. Dann werden alle jetzigen Verkaufsgewächshäuser abgebaut und durch neue ersetzt. „Der Verkauf geht ganz normal weiter und die Kunden erwartet zu jeder Zeit das gewohnte Sortiment“, verspricht Tobaben. Unter anderem steht dann der neu gewonnene Raum aus dem ersten Bauabschnitt für den Verkauf vorübergehend zur Verfügung.

Auch wenn die Gärtnerei zum Gartencenter wird: Rasenmäher oder Gartenmöbel sollen in Zukunft nicht zum Sortiment gehören. „Wir konzentrieren uns weiter auf die lebende Pflanze und das in Top-Qualität“, sagt Klaus Tobaben. Gemüse, Kräuter, Blühpflanzen für die Terrasse, das liegt im Trend, weiß der zweifache Vater, der mit seiner Familie in Harsefeld wohnt. Mehr als 200 Sorten Rosen gibt es im Geschäft und seit 20 Jahren im Frühling eine Orchideenausstellung. Dafür kommen die Kunden auch aus dem Umland. „Die Größe passt zu Harsefeld“, sagt Tobaben zum Neubau. Der Ort wächst.

Wer sich über den Baufortschritt informieren möchte, findet immer aktuelle Infos auf der Facebook-Seite der Gärtnerei.

www.gaertnerei-tobaben.de

Blick auf den neuen Eingang.

Blick auf den neuen Eingang.

Von oben wird die Größe des Gebäudes deutlich.

Von oben wird die Größe des Gebäudes deutlich.

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