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Gescheiterter Fluchtversuch

In Kleid und mit Perücke: Serienkiller in Brasilien gefasst

Eine Spezialeinheit der Polizei nahm den Mann nach einem mehrstündigen Einsatz fest. (Handout)

Eine Spezialeinheit der Polizei nahm den Mann nach einem mehrstündigen Einsatz fest. (Handout) Foto: Handout / Berlin/Policia Civil Paraiba/dpa

Bis zu 80 Menschen soll der Mann nach eigenen Angaben getötet haben. Er versucht, die Polizei zu täuschen - doch sein Plan scheitert. Bei der Vernehmung stellt er sich als harmlos dar.

Von dpa 18.09.2026, 19:55 Uhr
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Mamanguape. Verkleidet als Frau in einem langen Kleid, mit Perücke und einem Kleinkind auf dem Arm: So versuchte ein mutmaßlicher Serienkiller in Brasilien, die Polizei zu täuschen und zu entkommen. Doch nach einem mehr als 30-stündigen Einsatz einer Spezialeinheit wurde der 33-Jährige festgenommen, wie die Zivilpolizei des Bundesstaates Paraíba im Nordosten des südamerikanischen Landes mitteilte.

Lächelnd trat Jorlan Lopes da Silva vor den Kameras auf, als er sich bereits in Handschellen die lange schwarze Perücke abnahm, wie in Videos zu sehen war. Nach eigenen Angaben soll er rund 80 Menschen getötet haben - zum ersten Mal im Alter von etwa 13 Jahren nach einem Angriff auf seinen Vater. „Ich bin kein Psychopath und keine gefährliche Person. Ich bin ein guter Mensch. Jeder kennt mich“, sagte der mutmaßliche Mehrfachmörder bei der Vernehmung, wie in der Sendung „Balanço Geral“ zu sehen war.

 

Laut Polizei soll Lopes da Silva einer kriminellen Vereinigung angehören, die mehrere Menschen in der Region des Mamanguape-Tals getötet hat. Die genaue Zahl der Opfer wird noch geprüft. Es gebe bereits Indizien, die den Mann mit 16 Tötungen innerhalb von nur drei Monaten in Verbindung brächten, sagte Polizeikommissar Douglas Garcia der „Jornal da Paraíba“.

Am Tag vor seiner Festnahme waren der Polizei zufolge zwei seiner mutmaßlichen Komplizen festgenommen worden. Der Mann bestreitet jedoch, Mitglied einer Bande zu sein. Erst im Mai war der mutmaßliche Killer aus der Haft entlassen worden. Laut der Zeitung „O Globo“ soll er seit seiner Jugend mindestens fünf Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht haben.

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