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Nahost

Italien geleitet Handelsschiff mit Fregatte durch Meerenge

Italien will die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab militärisch gewährleisten. (Archivbild)

Italien will die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab militärisch gewährleisten. (Archivbild) Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

Am Donnerstag kündigte die Regierung in Rom an, zum Schutz von italienischen Schiffen in der Meerenge Bab al-Mandab das Militär einzusetzen. Jetzt ist der erste Einsatz bereits durch.

Von dpa 18.09.2026, 16:55 Uhr
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Rom. Angesichts der Spannungen in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien in den dortigen Gewässern mit einer Militärfregatte die Durchfahrt eines Handelsschiffes abgesichert. Die „Jolly Oro“ einer italienischen Reederei wurde bei ihrer Fahrt Richtung Norden von der Fregatte „Carlo Bergamini“ begleitet, die dort im Rahmen einer europäischen Mission im Einsatz ist. Nach Angaben der italienischen Marine in Rom verlief alles ohne Zwischenfälle.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte erst am Vorabend angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wollte nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte: „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Bürokratie Entscheidungen verzögert und eine ohnehin schon komplexe Situation verschärft wird.“

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive vergangene Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge - ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien und den internationalen Schiffsverkehr.

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