TIn Stade Leistungsträger – in Hamburg lernt Luca Dammann viel dazu
Luca Dammann (links) traf gegen D/A II beim Stader Hallenzauber nur das Aluminium. Foto: Struwe
Vom Auftritt beim Stader Hallenzauber hatte sich Luca Dammann mehr versprochen. Seine Halbzeitbilanz beim Oberligisten SC Victoria Hamburg fällt aber durchweg positiv aus.
Stade. Luca Dammann, bis zur vergangenen Saison Führungsspieler und Leistungsträger des VfL Güldenstern Stade, lief mit dem Hamburger Oberligisten SC Victoria beim prestigeträchtigen Sparkassen Cup des Stader Hallenzaubers auf.
Gleich im ersten Spiel wartete Titelverteidiger D/A II (unterlag dieses Mal im Finale dem Heeslinger SC). „Ich hatte meiner Mannschaft gesagt, dass D/A nicht zu unterschätzen ist“, sagt Dammann. Das Spiel endete nach 1:0- und 3:2-Führung für die Hamburger 3:3. Vielleicht hätte Victoria gewonnen, wäre der Aluminium-Treffer von Dammann eingeschlagen.
Es folgten Niederlagen gegen Stade und A/O, es blieb nur das Spiel um Platz 7 (5:1 gegen Harsefeld). „Wir hatten definitiv mehr erwartet und waren schon enttäuscht“, sagt Dammann. Die Mannschaft habe gute Hallenkicker. „Viele von uns hatten Lust auf Halle. Aber wir sind nicht in den Flow gekommen.“ Beobachter sprachen den Hamburgern die nötige Aggressivität gegen die heimischen Teams ab.
Dammann fühlt sich beim neuen Verein wohl
Nach dem Wiederaufstieg mit dem VfL Güldenstern Stade suchte Luca Dammann nach der vergangenen Saison noch einmal eine neue Herausforderung. Statt mit seinem Heimatverein den Klassenerhalt in dieser Landesligasaison zu packen, schloss sich der 28-Jährige dem traditionsreichen Hamburger Oberligisten SC Victoria an.
Für Dammann praktisch die letzte Chance, im besten Fußballeralter - wie sein Vater Dirk (St. Pauli) und sein Bruder Fabio (BU) - die ihm in der Familie nähergebrachte Hamburger Fußballszene noch einmal kennenzulernen.
Dammann hat den Schritt nicht bereut. Seine Wahl, sich dem SC Victoria anzuschließen, war richtig. „Ich fühle mich in dem Verein sehr wohl - das hat sich bestätigt“, sagt Dammann. Und im Team selbst stimme es auch, er komme mit allen Mitspielern „gut klar“.
Sportlich läuft es für ihn und dem Verein gut
Der SC Victoria überwintert in der Oberliga auf Platz 4. „Eine so gute Hinrunde hat Victoria schon seit Jahren nicht mehr gespielt“, sagt Dammann. Seit der Traditionsverein 2014 aus der Regionalliga abgestiegen ist, schloss Victoria die Saison bis 2022 immer unter den ersten Vier ab. In den vergangenen Jahren hinkte der SC seinen Ansprüchen aber hinterher.
In dieser Saison läuft es bisher. Im Hamburger Pokal warf Victoria zuletzt Regionalligist Altona (1:0) raus. „Vor bis zu 3000 Zuschauern zu spielen, ist auch eine ganz neue Erfahrung“, sagt Dammann.
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Er selbst kommt auf bisher 17 Einsätze in der Startelf. „Ich komme ja praktisch aus der Bezirksliga“, sagt er, „besser hätte es nicht laufen können.“ Die praktizierte Dreier-Kette mit drei Innenverteidigern komme ihm entgegen.
An den Hamburger Fußball muss er sich gewöhnen
Dammann bestätigt, was allgemein immer behauptet wird - dass der Hamburger Fußball im Vergleich zum niedersächsischen „anders“ ist, vornehmlich „technisch versierter“ sei. „Da muss ich mich hinten anstellen“, sagt er und lacht. Er versuche als klar spielender Innenverteidiger seinen „maximalen Input“ beizutragen.

Der Stader Luca Dammann (Mitte) hat sich bei Hamburgs Oberligist Victoria gut eingelebt. Foto: Struwe
„Ich lerne noch einmal viel dazu“, sagt Dammann. Was ihm auch entgegen kommt: „Ich habe weniger Verantwortung als in Stade.“ Er ist zudem froh, dass er verletzungsfrei geblieben ist.
Das Wochenende in Stade hat er genossen. Nach einem Squash-Turnier mit der Mannschaft sind er und seine Freundin am Freitag nach Stade gefahren. Beim Turnier hat er viele Freunde wiedergesehen und „durfte als Gast nur Kicken“, statt bei der Orga involviert zu sein. Am Sonntag ging es nach einem Familienfrühstück langsam wieder zurück nach Hamburg.
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