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Halbjahreszahlen

Industrie-Verband: Fahrrad-Markt wächst wieder

In den Großstädten liegen Fahrräder weiter im Trend. (Archivbild)

In den Großstädten liegen Fahrräder weiter im Trend. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach schwierigen Jahren legt der deutsche Fahrradmarkt zu. Besonders bei Bio-Bikes und Zubehör verzeichnen Hersteller und Handel Zuwächse.

Von dpa 07.09.2026, 12:55 Uhr
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Berlin. Nach schwierigen Jahren hat der deutsche Fahrradmarkt in der ersten Jahreshälfte 2026 zugelegt. Dem Herstellerverband ZIV zufolge stieg die inländische Produktion von Fahrrädern in den ersten sechs Monaten um 6 Prozent und bei den ökonomisch wichtigeren E-Bikes um 4 Prozent. Zudem seien die Werkstätten gut ausgelastet, und der Handel verzeichne deutliche Zuwächse mit Ersatzteilen und Zubehör. 

Die Händler bestellten zwar weiterhin mit Bedacht, doch gleichzeitig wurden die Lagerüberhänge aus den Vorjahren „größtenteils“ abgebaut, wie der Verband berichtet. Der Absatz von Fahrrädern stieg um annähernd 10 Prozent und der von E-Bikes um 2 Prozent. Schon im vergangenen Jahr gab es in Deutschland einen Bestand von mehr als 90 Millionen Rädern, also deutlich mehr als Einwohner. 

Kater nach Corona-Hoch 

Nach einem Hoch während der Corona-Pandemie hat die Fahrradbranche einige schwierige Jahre hinter sich, die von Überproduktion, sinkender Nachfrage und fallenden Preisen geprägt waren. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 1,9 Millionen Fahrräder und E-Bikes hergestellt. Das waren 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Verkauft wurden einschließlich der Importe rund 3,8 Millionen Einheiten und damit weniger als vor Corona. Der Umsatz fiel um 7,7 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro. 

Die Halbjahreszahlen zeigten nun, dass die Talsohle überwunden sei, erklärte ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork. „Der positive Trend stimmt uns zuversichtlich, wir wissen, dass die Nutzung von Fahrrad und E-Bike sanft steigt und unser Markt langfristig stabil ist.“

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