TInitiative als Anfang
Zum Artikel „Warum am VLG so viele Lehrer fehlen“ (TAGEBLATT vom 22. Februar) schreibt Arbo von der Ehe, Vorsitzender Kreiselternrat Stade, aus Drochtersen (leicht gekürzt):
Ganz herzlichen Dank an die beiden Landräte, vor allem Kai Seefried, dass er sich immer wieder für die Bildung im Landkreis Stade einsetzt. Die Initiative ist zumindest ein Anfang, auch wenn vieles noch vage und nicht wirklich fassbar ist. Leider sind wir vom Niedersächsischen Ministerium für Kultur nichts Gutes gewohnt und deswegen schwingt eine gehörige Portion Skepsis mit. Frau Ministerin Hamburg hat gesagt, dass die Probleme nicht über zehn, sondern über zwanzig Jahre andauern werden. Binnen der letzten drei Jahre hat es aber keine wirklichen strukturellen Veränderungen gegeben, die eine Besserung einläuten könnten. Der Numerus Clausus in den Lehramtsstudiengängen ist noch existent, die Abbrecherquoten sind weiterhin sehr hoch, eine Anpassung der Inhalte der Studiengänge bleibt weiterhin aus. Aber nur so kann der Lehrermangel angegangen werden, auch wenn zwei Ministerien miteinander sprechen müssen. Wünschenswert wäre auch eine stärkere Beteiligung des Bundes bei der Bildung, zum Beispiel um die Gleichwertigkeit der Abschlüsse in verschiedenen Ländern zu gewährleisten (analog der Ausbildungsberufe), damit jeder Abiturient an jeder Uni ohne zusätzliche Prüfungen oder Abwertungen der Abiturnote oder anderer Abschlussnoten zugelassen werden kann. Auch die Vereinheitlichung der Ausbildung der Lehrer könnte hier für mehr Akzeptanz und höhere Freizügigkeit der Lehrkräfte sorgen. Heute muss man ja quasi dort studieren, wo man später das Lehramt ausüben möchte, um alle Voraussetzungen zu erfüllen. Daher nochmals die Aufforderung an Frau Ministerin Hamburg: Fangen Sie endlich an, die notwendigen Parameter anzupassen und der herzliche Dank an unseren Landrat Kai Seefried.