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Jonas Kötz geht an Bord der „Greundiek“

Jonas Kötz aus Krautsand geht neue Wege, um seine Kunstwerke zu vermarkten. Seine „Jungs“, die knorrigen Holzfiguren, gehen jetzt an Bord des Museumsschiffs „Greundiek“. Und das Kümo fährt mit Kötz‘ Kunst-Kerlen die Elbe rauf und runter und macht Station in Glückstadt, Stade und Hamburg.

Donnerstag, 24.11.2016, 20:07 Uhr

„Alle Mann an Bord“ nennt der Krautsander seine Ausstellung. Und er hat eigens für die Schiffsausstellung zehn Matrosen geschnitzt und bemalt. Das ist eine Ausnahme bei Kötz’ Holzfiguren, die in der Regel ohne Bemalung auskommen. Er nennt sie Fiete, Hein oder Claas. Und weil nun eben seine Matrosen einen Namen bekommen, werden auch alle anderen Skulpturen mit Namen versehen.

Gut 70 Skulpturen zeigt der Bildhauer im Bauch der „Greundiek“. Sie stehen vor schwarzen Moltontüchern, die die Seitenwände des historischen Schiffs abdecken. Nur so kommen die Figuren richtig zur Geltung.

Geschnitzt sind die „Jungs“ aus alten Eichenbalken. Einige stehen auf Stehlen, andere nicht. Die Balken sind oft hunderte Jahre alt und stammen aus alten Fachwerkhäusern. Kötz kauft diese Balken gezielt auf. Auf der „Greundiek“ zeigt er aber nicht nur die Matrosen und die anderen Figuren, sondern auch andere Kunstwerke, die er geschnitzt hat. Ein Hund ist dabei, eine Figur im Boot und Fische. Auch dem neuen US-Präsidenten Trump hat Kötz eine Figur gewidmet. „Donald“ trägt eine US-Fahne als T-Shirt und hat einen Kopf mit seinem markanten Haarschopf zum Öffnen. Darunter verbirgt sich ein kleiner Stauraum, in den gerade mal eine Erbse passt.

Mit der Idee, auf dem Wasser mit seiner Skulpturensammlung on Tour zu gehen, erregt Kötz Aufmerksamkeit. TV-Sender berichten ebenso wie überregionale Zeitungen. Er selbst ist total begeistert von der „Greundiek“-Crew, die ihn sehr unterstütze. Und weil er selbst ein Schiffs- und Bootsfanatiker ist, fährt er auch auf allen Touren mit.

An diesem Wochenende, 25. bis 27. November, macht die „Greundiek“ in Glückstadt (Außenhafen) fest. Am Wochenende darauf, 2. bis 4. Dezember, liegt sie in ihrem Heimathafen Stade, und danach, also vom 9. bis 11. Dezember, ist sie zu Gast bei den Landungsbrücken, Brücke 10. An allen drei Stationen wird die Ausstellung freitags um 18 Uhr eröffnet und ist am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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