Jorker Volleyballer Ole Schwarmann startet durch
Ole Schwarmann (links) mit seinem großen Bruder Finn..
Ole Schwarmann hat den Schritt zum SVG Lüneburg gewagt. Der Zuspieler trainiert mit der ersten sowie zweiten Mannschaft und versucht, sich bis in die Bundesliga durchzusetzen. Seine Förderer loben die Veranlagungen des Talents.
Als das Jorker Volleyball-Talent Ole Schwarmann (Jahrgang 1999) dreizehn Jahre alt war, hatte er einen Traum: einmal mit seinem großen Bruder Finn, zu dem er ein sehr gutes Verhältnis hat, bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften zusammen auf dem Feld zu stehen. Das hat noch nicht geklappt. Etwas anderes dagegen schon: Als Zuspieler und Angreifer spielt das Altländer Brüderpaar inzwischen gemeinsam in der Dritten Hallenvolleyball-Liga und hat gute Chancen, mit dem zweiten Team der SVG Lüneburg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse aufzusteigen. Mehr noch: Ab dieser Saison steht der mittlerweile volljährige Ole Schwarmann zusätzlich im Kader der Lüneburger Bundesliga-Mannschaft. „Ich bin dort als Nachwuchsspieler, der an das Leistungsniveau der ersten Liga herangeführt werden soll, dritter Zuspieler. Spielpraxis sammle ich in der zweiten Mannschaft“, erklärt er. Er hätte als Auswahlspieler des Olympia-Stützpunkts Hamburg auch zu einem Zweitligisten gehen können, doch auf Anraten seiner Trainer schien ihm der eingeschlagene Weg am erfolgversprechendsten für seine Entwicklung. „Lüneburgs erster Zuspieler hat es unter Erfolgstrainer Stefan Hübner schließlich bis in die Nationalmannschaft geschafft“, sagt Ole Schwarmann.
Dafür ist der 1,88 Meter große Volleyballer auch bereit, richtig „ranzuklotzen“, wie er sagt. Ist die Beachsaison zu Ende, die der junge Sportler ebenfalls erfolgreich bestreitet, hat er sechs Mal in der Woche in der Halle Balltraining – jeweils drei Mal mit dem ersten und zweiten Team. Dazu kommt zwei Mal Krafttraining plus die Spiele am Wochenende. In einer Trainingseinheit arbeitet Stefan Hübner speziell an der Technik der Zuspieler.
„Anfangs hatte ich das Gefühl, gerade erst mit Volleyball angefangen zu haben – so viele Detailinformationen bekommt man“, sagt Schwarmann, „doch mir ist auch bewusst geworden, wie viele Grundlagen ich schon von meinen Eltern mitbekommen habe.“ Mutter Dörte und Vater Volker Schwarmann waren selbst im Volleyball erfolgreich und haben bei der sportlichen Entwicklung ihrer Kinder viel Wert auf eine vielseitige Ausbildung gelegt, vor allem im koordinativen Bereich. „Ole hat sehr gute Anlagen“, sagt sein Förderer Stefan Hübner. „Wir wollen behutsam und nachhaltig mit ihm arbeiten.“ Ob sich ein Spieler in der ersten Liga durchsetze, hänge von vielen Feinheiten ab – und vom Glück.
Der Lüneburger Vereinsboss Andreas Bahlburg betont, dass es der Markenkern der SVG sei, immer einen Stamm an deutschen Spielern mit regionalem Bezug im Team zu haben. Neben Ole Schwarmann hat auch der gleichaltrige Konrad Thole den Sprung vom VC Olympia Hamburg zu den Lüneburgern gewagt. Über die Hamburger Talentschmiede sagt Bahlburg: „Wir arbeiten sehr gut mit dem Hamburger Verband zusammen. Aufgrund der räumlichen Nähe müssen wir über formale Grenzen hinweg denken.“
...und fünf Jahre später als Lüneburger Bundesligaspieler .