TJubel für Musk
Zur AfD-Versammlung in Halle schreibt Gerald Fründt-Geers aus Stade:
Merkwürdig, wenn das TAGEBLATT den wahnwitzigen Ausspruch der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel auf dem Parteitag in Halle unter den Tisch fällen lässt, Übersehen meinerseits räume ich gerne ein. Bin halt sehr nervös im Moment, irgendwie aufgeraut und ungläubig. Alice Weidel sagte: „Make Germany great again.“ Klar, sie will das Modell Trump irgendwie übernehmen, und der Saal in Halle jubelte und schwenkte Fähnchen. „Make“ ist das Prädikat des Satzes, ein Prädikat wird gebildet aus einem Verb, zu Deutsch: Tu-Wort. In diesem Fall ist es ein Imperativ, zu Deutsch: Befehl oder tu das. „Germany“ ist die englische Bezeichnung für Deutschland, es erinnert an die Germanen, das ist nun mal so. In diesem Satz-Zusammenhang konnotiert „Germany“ und Germanen mit dem „Völkischen“ und dessen semantische Verzweigungen. „Great“ funktioniert hier als Adverb, zu Deutsch: Umstandswort. Die Umstände in diesem Land sollen groß werden. Nun ja, Trump will Grönland, die AfD will … Dann gibt es noch ein zweites Umstandswort „again“, übersetzt „wieder, erneut“. Ein Schelm, eine Schelmin, die oder der nun an das „Dritte Reich“ denkt. „Das habt ihr doch alles längst hinter euch gelassen“, so in etwa Elon Musk auf der gleichen Veranstaltung. Und die Halle jubelte. Dann sagte er noch so in etwa „schaut nach vorn oder hoch auf den Mars“. Mars war in Rom der Gott des Krieges. Und die der AfD-Anhängenden jubelten und jubelten.