Jüdisches Museum ehrt Düzen Tekkal und Michael Moritz
Düzen Tekkal erhält die Auszeichnung für ihren Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa
Das Jüdische Museum Berlin vergibt jedes Jahr einen Preis für Verständigung und Toleranz. In diesem Jahr ehrt es den Geschäftsmann Michael Moritz und die Journalistin Düzen Tekkal.
Berlin. Die Journalistin und Autorin Düzen Tekkal und der Philanthrop Sir Michael Moritz erhalten den Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin. Das Museum zeichnet jedes Jahr Menschen mit diesem Preis aus, die sich besonders für Völkerverständigung, Integration von Minderheiten und für das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Kulturen engagieren, wie es in einer Mitteilung hieß.
Bei der Preisverleihung spricht unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Grußwort. Die Jury lobte die in Hannover geborene Journalistin kurdisch-jesidischer Abstammung Tekkal für ihren Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Lob für Tekkal: Besonderer Einsatz für marginalisierte Gruppen
Sie unterstütze mit der Organisation Hawar.help jesidische Frauen, Mädchen und andere marginalisierte Gruppen. Mit der Bildungsinitiative German Dream bringe sie Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen.
Der walisische Geschäftsmann Moritz werde für seinen Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe ausgezeichnet, hieß es. Mit seiner Ehefrau Harriet Heyman verpflichtete sich Moritz demnach dazu, mehr als 50 Prozent ihres gemeinsamen Vermögens für wohltätige Zwecke auszugeben.
Mit seiner Stiftung Crankstart schaffe das Paar einen besseren Bildungszugang und fördere Klimaschutz, Kunst und Kultur. Moritz setze sich besonders dafür ein, jüdische Perspektiven und Erfahrungen in der Diaspora sichtbar zu machen, so die Jury.

Das Jüdische Museum Berlin verleiht den Preis jedes Jahr. (Archivbild) Foto: Jörg Carstensen/dpa