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Julia Plate dominiert das Springen

Julia Plate dominiert im Springen und qualifiziert sich für die Deutschen Meisterschaften.  Fotos Kordländer

Julia Plate dominiert im Springen und qualifiziert sich für die Deutschen Meisterschaften. Fotos Kordländer

Zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille – das ist die Ausbeute bei den Landesmeisterschaften in Verden. Neben Julia Plate vom Reitverein Fredenbeck holt auch. Marlina Garrn vom Reitverein Harsefeld den Landestitel in der Dressur der Junioren.

Von Hans-Lothar Kordländer Mittwoch, 20.07.2016, 16:22 Uhr

Für Julia Plate aus Oldendorf bedeutet der Gewinn der Meisterschaft diesmal noch ein kleines bisschen mehr als die Titelgewinne in den Vorjahren. Denn die 21-Jährige startet in diesem Jahr zuletzt in der Klasse Junge Reiter. Im nächsten Jahr muss sie schon bei den Reiterinnen antreten, was sicherlich auch mit einem weiteren Leistungsschub verbunden sein wird. Den Sieg im Verdener Reiterstadion holte sich die Amazone am vergangenen Wochenende mit ihrem Erfolgspferd Limbiski, der im Stall der Familie Plate geboren wurde und den Ulf und Ulrika Plate ausgebildet haben, bevor sie ihn ihrer Tochter Julia für den großen Sport übergaben. Das jetzt elfjährige Pferd reitet Julia inzwischen seit dreieinhalb Jahren. Mutter des Pferdes ist übrigens Celina, eine Stute, mit der die Amazone ebenfalls von Erfolg zu Erfolg geritten ist.

Am Turnierfreitag während des ersten Wertungslaufes hatten Julia und Limbiski den Parcours fehlerfrei überwunden. „Dann sind wir bis zum Schluss des Turniers fehlerfrei durchgeritten“, betonte die junge Reiterin. Gerechnet habe sie eigentlich nicht mit dem großen Erfolg. „Aber nach dem ersten Sieg im Verdener Reiterstadion hatte ich schon ein gutes Gefühl.“ Das Pferd sei gut gesprungen, alles klappte wie am Schnürchen. So war die Goldmedaille verdient gewonnen.

2012 war Julia Plate bereits in der Altersgruppe Junioren auf dem Turnierplatz in Hannover Meisterin geworden. 2015 hatte sie dort eine Bronzemedaille gewonnen. Mit ihren Erfolgen tritt die Oldendorfer Reiterin in die Fußstapfen ihres Vaters Ulf, der ebenfalls in jungen Jahren Landesmeister geworden war und danach viele Medaillen nach Hause getragen hat. Mit ihrem Verdener Erfolg haben sich Julia und Limbiski für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die im August in Riesenbeck auf dem Reitgelände von Ludger Beerbaum ausgetragen werden. Vorher stehen Starts bei Turnieren in Schneverdingen, Elmlohe und Verden (international) auf dem Plan.

Dressurreiterin Marlina Garrn aus Guderhandviertel hat ein Pferd, dessen Namen wie Zucker über die Zunge gleitet: Di Baggio. Auf dem Hof ihres Onkels Arend Garrn gezogen und aufgewachsen, ist Di Baggio nun acht Jahre alt und wird nach Unterbrechungen seit einem Jahr dauerhaft von Marlina geritten und ausgebildet. Zuvor war der Wallach von Cousine Katalin Garrn im Turniersport geritten worden. Schon im vergangenen Jahr hatte Marlina das Pferd bei den Landesmeisterschaften in Hannover unter dem Sattel. Und jetzt in Verden holte sie mit ihm souverän ihren ersten Meistertitel. Alle Wertungsprüfungen hatte das Paar auf dem Dressurviereck gewonnen. In der Kür erhielten Reiterin und Pferd eine Traumnote: Mit 74,6 Prozent aller möglichen Punkte setzte sich das Paar an die Spitze.

Marlina Garrn, die gerade die Realschule beendet hat und jetzt ihr Wirtschaftsabitur an den Berufsbildenden Schulen machen möchte, ist fast jeden Tag auf dem Hof ihres Onkels Arend Garrn. Dort reitet die 16-Jährige zusammen mit ihrer Cousine Katalin die Pferde auf dem Betrieb. Die beiden jungen Damen haben dabei immer auch einen Blick auf das inzwischen 24-jährige Pony Kalli, mit dem beide ihre Karriere begonnen haben.

Trainiert wird Marlina vom stellvertretenden Bundestrainer Oliver Oellrich und von dem inzwischen in Hamburg lebenden Erfolgsreiter und Ausbilder Hartwig Burfeind. Dankbar ist Marlina, dass sie von ihrer Familie kompromisslos unterstützt wird. So werden die wöchentlichen Fahrten zu Turnieren immer zu Familienausflügen. So auch, wenn Marlina bei den Deutschen Meisterschaften startet.

Dressurausbilder und Grand-Prix-Reiter Peter Koch, der seinen Reitbetrieb in Harsefeld-Weißenfelde betreibt, holte im Sattel seines Pferdes Seal die Silbermedaille. Koch beherrscht die hohe Kunst des Reitens seit vielen Jahren. 14 Jahre hatte er in seinem Beruf als Schaufenstergestalter gearbeitet, bevor er sein Hobby Reiten zum Beruf machte. Als 15-Jähriger begann Koch mit Turnieren. Seit einigen Jahren hat der 56-Jährige seine Pferde auf der Viebrock-Reitanlage in Harsefeld-Weißenfelde stehen. Die Liste seiner Erfolge ist lang.

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