Sorge vor Randale: Juwelier Wempe und Douglas schließen
Wempe betreibt Juweliergeschäfte in mehreren deutschen Städten. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Einzelhändler sind nach Plünderungen im Ausland in Sorge. Der Hamburger Juwelier Wempe hält Läden vorsichtshalber geschlossen. Auch Douglas reagiert.
Hamburg. Der Luxusjuwelier Wempe schließt wegen der für Samstag angekündigten Proteste zeitweise seine Geschäfte. Die Sicherheit der Mitarbeiter habe oberste Priorität, teilte das Unternehmen aus Hamburg mit. „Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unsere Niederlassungen deutschlandweit zu schließen.“ Derzeit seien noch drei Geschäfte geöffnet.
Die Initiative „Gen Z regelt“ hat für Samstag zu friedlichen Versammlungen in rund 30 Städten aufgerufen. Während zurückliegender Proteste in Frankreich und Italien plünderten Kriminelle Geschäfte.
„Nach enger Abstimmung mit den Behörden an den Wempe-Standorten besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die friedlichen und legitimen Proteste durch aggressive Gruppierungen wie in Frankreich oder Belgien unterwandert werden könnten“, teilte das Familienunternehmen mit. Weitere Angaben machte die Wempe-Sprecherin nicht.
Wie viele Geschäfte das Unternehmen betreibt, geht aus der Antwort nicht hervor. Auf der Website sind Geschäfte ausgewiesen auf Sylt, in Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Dresden, Leipzig, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und München. In Berlin und Frankfurt gibt es demnach mehrere Niederlassungen.
Douglas hält Samstag zwölf Filialen geschlossen
Die Parfümeriekette Douglas lässt am Samstag sicherheitshalber zwölf Filialen geschlossen. „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden hat für uns höchste Priorität“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Daher habe man auf Basis einer Risikobewertung vorsorgliche Maßnahmen an ausgewählten Standorten getroffen. „Dazu zählt auch die präventive Schließung von zwölf besonders exponierten Stores am 31. Oktober.“ Wo sich diese Filialen befinden, teilte die Firma nicht mit.
Ergänzend seien an betroffenen Standorten angemessene Sicherheitsvorkehrungen ergriffen worden. Nähere Angaben machte das Unternehmen dazu „aus Sicherheitsgründen“ nicht. Ziel sei es, den Beschäftigten ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. „Grundsätzlich hoffen wir auf einen friedlichen Verlauf der angekündigten Demonstrationen“, so die Sprecherin weiter. Douglas zählte Ende Juni in Deutschland 347 Filialen.
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