KBS Stade: Zwischen Stress und Kritik
Die Kolonne beseitigt das Laub in den Wallanlagen (von links): Christian Weihs, Tjark von Rekowski und Vorarbeiter Alexander Bösch. Fotos. Beneke
Zugewachsene Fahrradwege, verkrautete Rabatten: Anwohner und Politiker haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach über den Zustand der städtischen Grünflächen beklagt. Die 87 Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe haben alle Hände voll zutun.
Jahrzehntelang war der Bauhof eine Abteilung der Stadtverwaltung. 2005 entstand mit den Kommunalen Betrieben Stade (KBS) ein eigenes Unternehmen, das im Auftrag der Stadt arbeitet. Das Ziel: Die Abläufe sollten systematisiert, die Kosten offengelegt und gesenkt werden. Mit dem neuen Chef Matthias Riepe übernahm ein Betriebswirt die Leitung. „Ein Kulturschock“, erinnert sich der technische Leiter, Steffen Martin.
Der Aufgabenkatalog der KBS umfasst inzwischen mehrere Seiten. Alleine die Zahlen lassen aufhorchen: 121 Spielplätze müssen teilweise täglich kontrolliert, 42 500 Quadratmeter Rabatten in Schuss gehalten werden. Eine Million Quadratmeter Wiesen, Sportplätze und Bankette sind zu mähen sowie 431 Papierkörbe zu leeren. Im Winter läuft morgens ab drei Uhr der Räumdienst an. Für Notfälle gibt es an sieben Tagen in der Woche eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Und das war noch nicht alles.
Zuletzt kamen die Mitarbeiter ihrer Arbeit nicht mehr hinterher. Ein hoher Krankenstand und das feuchte Wetter im Spätsommer sorgten für Probleme. Das Wildkraut sprießte, viele Grünflächen machten einen verwahrlosten Eindruck. Das stieß Bürgern und Politikern sauer auf. Rathausvize Dirk Kraska musste bei Ortsratssitzungen in Haddorf und Hagen Probleme einräumen. Kurzerhand stellte die Stadtverwaltung zusätzliche Saisonkräfte ein.
Welche Aufgaben die KBS außerdem noch haben und welche Probleme es gibt, lesen Sie demnächst im TAGEBLATT und im Abo-Bereich von TAGEBLATT online.