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Künstliche-Intelligenz-Umfrage

Kein Bock auf Familie: Viele „reden“ lieber mit KI

Für die Studie der Krankenkasse Pronova BKK wurden 3.485 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt. (Symbolbild)

Für die Studie der Krankenkasse Pronova BKK wurden 3.485 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Online statt Onkel: Rund 40 Prozent „plaudern“ einer Umfrage zufolge lieber mit Chatbots als mit Verwandten. Eine Expertin warnt vor Folgen für soziale Fähigkeiten.

Von dpa 06.05.2026, 07:05 Uhr
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Ludwigshafen. Rund 40 Prozent der jungen erwachsenen KI-Nutzer „plaudern“ einer Umfrage zufolge lieber mit Künstlicher Intelligenz (KI) als mit Verwandten. Sogar rund 70 Prozent dieser Altersgruppe unter 30 halten KI-Chatbots für einen wertvollen Dialogpartner gerade für einsame Menschen. 

Das sind Ergebnisse der repräsentativen Umfrage „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ der Krankenkasse Pronova BKK, für die 3.485 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt wurden.

„Unsere sozialen Fähigkeiten verarmen, wenn wir der KI gegenüber menschlichen Gesprächen den Vortritt geben“, warnte Pronova-BKK-Expertin Patrizia Thamm laut Mitteilung. „KI fördert klare, fertige Antworten statt offener Gesprächsprozesse und verändert damit das Kommunikationsverhalten.“ In der Auseinandersetzung mit Anderen erlebe man Reibungen, abweichende Perspektiven, Kritik und Unsicherheit. „Genau daran wachsen wir.“

 „System ohne eigenes Empfinden“

Von den Menschen ab 60 Jahren bezeichneten in der Umfrage immerhin 59 Prozent KI als wertvollen „Gesprächspartner“ für Einsame. „Für Einsame kann KI eine niedrigschwellige Gesprächsinstanz sein und kurzfristig das Gefühl sozialer Leere reduzieren“, betonte Thamm. Doch KI könne auch die Einsamkeit verschlimmern, wenn ein Mensch nur noch diesen Kontakt suche. „Sie bleibt ein System ohne eigenes Empfinden und ersetzt keine realen Beziehungen.“

Die Umfrage zeigt nach Einschätzung der Krankenkasse, dass Künstliche Intelligenz im Alltag der Deutschen angekommen sei. „96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI privat für Recherche, Ratschläge oder eine nette Plauderei.“ Doch die Technologie sei fehleranfällig: Etwa jeder zweite junge Nutzer oder Nutzerin sei schon auf eine Falschinformation der KI hereingefallen.

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Carl-Heinz Thor Straten Wolf
06.05.202608:43 Uhr

Ja so ist sie unsere Jugend, kaum noch soziale Fähigkeiten und dann lässt sich jeder zweite auch noch von der KI verarschen.

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