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US-Ölblockade

Kerosin auf Kuba wird knapp: Air Canada stoppt Flüge

Wegen des US-Ölembargos hat Kuba unter anderem Sparmaßnahmen die Betankung von Flugzeugen ausgesetzt.

Wegen des US-Ölembargos hat Kuba unter anderem Sparmaßnahmen die Betankung von Flugzeugen ausgesetzt. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa

Wegen des US-Ölembargos hat Kuba kaum noch Treibstoff: Air Canada stoppt Flüge, Air Europa muss in der Dominikanischen Republik nachtanken. Kann man die Insel noch besuchen?

Von dpa 09.02.2026, 23:50 Uhr
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Havanna. Die Ölblockade der USA gegen das sozialistische Kuba wirkt sich auf den Flugverkehr aus. Wegen Treibstoff-Knappheit stellt die kanadische Fluglinie Air Canada vorerst ihre Flüge nach Kuba ein, wie das Unternehmen mitteilte. In den kommenden Tagen sollen nur noch leere Maschinen von Air Canada zur Karibikinsel fliegen, um rund 3.000 Kunden gemäß dem regulären Flugplan aus dem Land zu bringen. 

Die Kanadier machen den Großteil der Touristen aus, die die Insel besuchen. „Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs nach Kuba zu beschließen“, teilte die Airline mit.

Zuvor hatte die Regierung Kubas die internationalen Fluggesellschaften darüber informiert, dass infolge des US-Ölembargos die Betankung auf der Insel ab Dienstag nicht mehr möglich sein werde, wie Medien unter Berufung auf Piloten und Fluglinien berichteten. Auch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte vor einem Mangel an Kerosin am Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Kein Öl mehr aus Venezuela

Weitere Airlines haben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen - ohne die Flüge komplett einzustellen. So plant etwa Air Europa, in der benachbarten Dominikanischen Republik zwischenzulanden, um aufzutanken, wie die spanische Zeitung „El País“ berichtete. Iberia bietet Rückerstattung und Umtausch von Flugtickets an - sowie auch Air Canada.

Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump auch mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, stellte seine Lieferungen ein. Für Kubas stark angeschlagene Wirtschaft ist das Ölembargo ein harter Schlag.

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