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Kommende S-Bahn-Generation ET 490 vorgestellt

Die Spitze der neuen S-Bahn vom Typ „ET490“.

Die Spitze der neuen S-Bahn vom Typ „ET490“.

Jetzt rollt ein Prototyp der kommenden S-Bahn-Generation ET 490 über Hamburgs Schienen. „Heute beginnt der Einsatz des energiesparenden Neufahrzeuges im Rahmen von ausgiebigen Testfahrten“, sagte Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg.

Dienstag, 11.10.2016, 17:31 Uhr

Einsteigen dürfen zunächst nur Techniker. Erst nach einer ausgiebigen Probephase und der Zulassung folgt in rund einem Jahr der Betrieb mit Passagieren. 60 Exemplare des ET 490 hat die S-Bahn bei Bombardier in Hennigsdorf geordert. Es handelt sich um eine Sonderanfertigung eigens für das Schienennetz im Großraum Hamburg.

Der Neue bietet ein Bündel an Verbesserungen, die das S-Bahnfahren in der Metropolregion ab 2017/2018 angenehmer und sparsamer machen soll.

Die wichtigsten Neuerungen:

Der 66 Meter lange Zug mit seinen drei Wagen ist durchgängig begehbar. Das soll die gefühlte Sicherheit der Fahrgäste erhöhen und für eine gleichmäßigere Verteilung sorgen.

Hinter den Führerständen ist mehr Platz für Rollstuhlfahrer, Gepäck und Kinderwagen.

An den Eingangstüren gibt es eine beleuchtete Trittkante, der Türknopf gibt einen Findeton von sich.

Die Sitze haben hochklappbare Armlehnen.

Die neuartige Klimaanlage arbeitet mit energiesparenden Wärmepumpen.

Ein modernes Monitor-Infosystem bietet Fahrgast-TV und Stations-Anzeigen in Form einer Perlenschnur.

Außen sind die Züge wie gehabt in S-Bahn-Rot lackiert, die Triebwagenschnauze ist aber deutlich schnittiger. Hingucker ist außer den LED-Leuchtreihen die silberne Einfassung der Frontfenster. Sie bildet ein großes H – für Hamburg.

Der ET 490 löst die älteste Baureihe ET 472 auf der Linie S 21 (Hamburg-Aumühle) ab, ist aber auch für andere Strecken vorgesehen. So auch für die geplanten Linien S 21 (Hamburg-Kaltenkirchen) und S4 (Hamburg-Bad Oldesloe). Von den 60 Neubestellungen sind etwa 30 Zweisystemfahrzeuge, die außerhalb der Stadt auch mit Wechselstrom fahren können, etwa auf der S3 nach Stade.

Zugleich lässt die S-Bahn die 112 Fahrzeuge der Baureihe 474 mit Wagenübergängen und modernem Infosystem ausstatten. Für die große Frischzellenkur des Fuhrparks sei es höchste Eisenbahn, befand Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Im S-Bahn-Netz ist eine Modernisierung und Ausweitung des Fahrzeugparks dringend erforderlich.“

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