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Gesellschaft

Kraftakt nötig: DRK für mehr Schutz vor Katastrophen

DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert mehr Geld für den Bevölkerungsschutz. (Archivbild)

DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert mehr Geld für den Bevölkerungsschutz. (Archivbild) Foto: Britta Pedersen/dpa

Nach Ansicht des DRK braucht es mehr Geld für den Bevölkerungsschutz. Der DRK-Präsident erklärt, weshalb. Um welche Summen geht es?

Von dpa 04.01.2026, 06:20 Uhr
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Berlin. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verlangt vom Bund mehr Geld und Anstrengungen für einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen. „Es braucht einen richtigen Kraftakt, damit wir hier vorankommen“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die Bundesregierung muss dieses Thema mit der gebotenen Dringlichkeit behandeln.“ Bevölkerungsschutz sei eine Kernaufgabe des Staates.

Gröhe beklagte, über Jahre sei zu wenig Geld dafür bereitgestellt worden. „Der Bevölkerungsschutz könnte im Vergleich zu militärischen Anstrengungen mit vergleichsweise geringen Summen gestärkt werden.“ Das DRK selbst benötigt laut Gröhe zeitnah rund 2,1 Milliarden Euro und danach jährlich eine Milliarde Euro, um Einrichtungen und Angebote zu erhalten und stärken.

Das DRK kümmert sich in Deutschland neben anderen Hilfsorganisationen und Feuerwehren um den Bevölkerungsschutz. Im Ernstfall werde in Deutschland der Bevölkerungsschutz zu 90 Prozent von Ehrenamtlichen getragen, sagte Gröhe. Zwar gebe es ein starkes Ehren- und Hauptamt. „Aber wir sind an vielen anderen Stellen zu schwach aufgestellt.“

Was schlagen Feuerwehren vor?

Wie das DRK sprechen sich auch die Feuerwehren dafür aus, das Thema noch stärker in die Schulen zu tragen. An Grundschulen zeigen Feuerwehren bereits, was im Fall eines Brandes zu tun ist. „Das sollte ergänzt und auf höhere Jahrgänge ausgeweitet werden“, sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse. Infrage kommen demnach zum Beispiel Schüler und Schülerinnen der neunten und elften Klasse, bevor sie einen Abschluss machten. „Sie denken anders über das Thema.“

Nach Gröhes Ansicht sollte Erste Hilfe regelmäßig Thema in Schulen sein. Vorstellbar wäre zum Beispiel ein jährlicher Projekttag. „Solche Kurse retten im Notfall Leben“, sagte er. Zudem präge sich Wissen in jungen Jahren besser ein.

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