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Horrorlabor

LPT: Firma Merck hat Hunde geholt

Nachdem am vergangenen Freitag wieder Affen und Hunde aus dem Skandal-Labor der Firma LPT in Mienenbüttel abgeholt worden sind, bestätigt der Landkreis Harburg, dass auch diese Transporte legal und angemeldet waren.

Montag, 09.12.2019, 19:02 Uhr

Laut Landkreis sind am Freitag weitere 21 Affen abgeholt und zum Lieferanten der Versuchstiere in den Niederlanden zurückgebracht worden. Laut Landkreis sind jetzt noch 26 Affen in Mienenbüttel. Weitere Transporte sind laut Landkreis im Moment nicht angemeldet.

Ebenfalls am Freitag sind nach Auskunft des Landkreises vier Hunde aus Mienenbüttel abgeholt worden. Die Hunde seien vom Pharmakonzern Merck abgeholt worden, der in Mienenbüttel noch eine Studie zu laufen hat, die Ende dieser Woche vorzeitig beendet werden soll. Dabei handele es sich um Beobachtungstiere, die in der Merck-Studie waren. Das Unternehmen Merck hatte angekündigt, die verbleibenden Hunde aus seiner Studie in Obhut nehmen und sich in Absprache mit den Behörden mit anerkannten Tierschutzorganisationen für eine angemessene Unterbringung der Hunde einsetzen zu wollen.

Merck hatte nach Bekanntwerden der schrecklichen Bilder und Berichte der Soko Tierschutz über die offenkundigen massiven Misshandlungen von Versuchstieren im LPT in Mienenbüttel als erster Pharmakonzern angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem LPT der Familie Leuschner zu beenden.

Der Landkreis prüft unterdessen noch immer, ob dem LPT die Betriebserlaubnis entzogen werden kann, und das kann nach Auskunft der Kreisverwaltung noch eine Weile dauern. Bei der Großrazzia vor zwei Wochen an allen drei LPT-Standorten seien massenweise Kisten mit Unterlagen beschlagnahmt worden, sagt Landkreis-Sprecherin Katja Bendig. Dieses Material müsse nun erst durchgeschaut werden, ob sich darin etwas für den Erweis der Unzuverlässigkeit Relevantes findet.

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