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Nominierung im Stadeum

TLandrats-Nachfolge: CDU steht hinter Kai Seefried

Das sind die fünf Spitzenkandidaten der CDU für den Kreistag : Kai Seefried, zugleich Landratskandidat, sowie Helmut Dammann-Tamke, Arnhild Biesenbach, Stefan Heins und Oliver Grundmann (von links). Foto: Vasel

Das sind die fünf Spitzenkandidaten der CDU für den Kreistag : Kai Seefried, zugleich Landratskandidat, sowie Helmut Dammann-Tamke, Arnhild Biesenbach, Stefan Heins und Oliver Grundmann (von links). Foto: Vasel

Die Christdemokraten haben am Freitagabend ihren Kandidaten für das Amt des Landrats im Stadeum offiziell nominiert: Die CDU-Mitglieder kürten Kai Seefried mit 96 Prozent der Stimmen.

Von Björn Vasel Freitag, 18.06.2021, 23:30 Uhr

Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete und Tischlermeister (43) aus Assel mit einer Rede den Kreisparteitag begeistert und einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. CDU-Landratskandidat Kai Seefried will bei der Wahl im Herbst die Nachfolge von Michael Roesberg antreten, der seit 15 Jahren im Kreishaus mit Unterstützung der CDU regiert. Beim dreieinhalbstündigen Kreisparteitag stellte Kai Seefried in Stade seinen Zehn-Punkte-Plan vor: „Ich werde mich, sollte ich gewählt werden, als oberster Dienstleister für die Menschen in unserem Landkreis Stade verstehen.“

Bürgerservice sei das Schlagwort, der Bürger werde „als Kunde“ im Mittelpunkt stehen – mit einer (auch zeitlichen) Servicegarantie. Des Weiteren will der Christdemokrat stärker die Chancen der Digitalisierung und neuer Technologien nutzen – durch eine moderne Verwaltung, Ausbau der Netze und den Aufbau eines eigenes Startup- und Innovationszentrums im Kreis Stade. Außerdem versprach Seefried, dass gute Bildung für Kinder und Jugendliche bei ihm als Landrat ganz oben auf der Agenda stehen werde – durch gut ausgebaute Schulen mit schnellem Internet und guter räumlicher Ausstattung. Außerdem werde für ihn der Kinderschutz im Mittelpunkt stehen. Die Menschen im Landkreis sollen sicher und gesund leben können – verbunden mit einer guten Ärzteversorgung und einer guten Ausstattung der Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude. Unmissverständlich machte Seefried beim Aspekt Gesundheit deutlich, dass es mit ihm „keine Privatisierung“ der Elbe Kliniken geben werde; sie müssten in der öffentlichen Trägerschaft bleiben. Um die Versorgung zu sichern, müsse es auch eine Medizinerausbildung im Kreis geben.

Kai Seefried stellt beim Kreisparteitag im Stadeum seinen Zehn-Punkte-Plan vor. Foto: Vasel

Kai Seefried stellt beim Kreisparteitag im Stadeum seinen Zehn-Punkte-Plan vor. Foto: Vasel

Gute Infrastruktur stärke die Wirtschaft und sichere auch die Arbeitsplätze. Seefried legte ein erneutes Bekenntnis zu den Autobahnen A 26 und A 20, dem Ausbau des Stader Seehafens mit einer Nordhafenerweiterung und einem Terminal für verflüssigte Gase ab. 

CDU-Kandidat sieht in Kreis-Grüne eine Gefahr für den Standort

Die Kreis-Grünen seien mit ihrer Nein-Politik nicht zukunftsfähig, die Grünen gefährdeten den Wirtschaftsstandort und insbesondere Arbeitsplätze in der Industrie. Er wolle allerdings auch den Schienen – mit einer S-Bahn-Verlängerung und einer Verbindung Stade-Bremervörde – und den Radverkehr (Radschnellweg Stade-Hamburg) ausbauen.

Er stehe auch für Klima- und Umweltschutz. Er werde sich für ein Solarflächenkataster für alle landkreiseigenen Immobilien einsetzen und für eine Umstellung der Fahrzeuge auf Elektro- und Wasserstoffantriebe. „Wir müssen die Menschen und die Wirtschaft mitnehmen. Auch Naturschutz und Landwirtschaft funktionieren nur miteinander und nicht gegeneinander.“ Des Weiteren sehe er große Chancen im Tourismus, ihm schwebt eine Wanderweg-App für den Kreis vor – mit Infos zur Tier- und Pflanzenwelt, der Geschichte und vielleicht auch Sagen und Märchen. „Ich bin mir sicher, dass auch nach der Corona-Krise der Deutschland-Tourismus nachhaltig gestärkt wird. Wir sollten dabei sein.“ Wichtig werde ihm auch die Stärkung des Ehrenamts und der Kultur sein. Corona habe gezeigt, wie unverzichtbare diese seien. Für ihn sei der Slogan „Mein Herz für den Landkreis Stade“ keine Phrase, sondern Antrieb – als Kommunal- und als Landespolitiker.

Beifall für Kai Seefried nach seiner Rede und seiner Wahl zum Landratskandidaten. Foto: Vasel

Beifall für Kai Seefried nach seiner Rede und seiner Wahl zum Landratskandidaten. Foto: Vasel

Außerdem nominierte die CDU ihre Kreistagskandidaten und beschloss das Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 12. September 2021. Mehr dazu am Montag im TAGEBLATT.

61 Christdemokraten wollen in den Kreistag einziehen

Wahlkreis 1 (Drochtersen, Nordkehdingen und Oldendorf-Himmelpforten): Kai Seefried (Drochtersen), Heide von Limburg (Oldendorf-Himmelpforten), Uwe Uhlendorf (Oldendorf-Himmelpforten), Horst Wilkens (Nordkehdingen), Christiane von der Decken (Nordkehdingen), Andre Weseloh (Drochtersen),Matthias Wolff (Oldendorf-Himmelpforten), Jürgen Gooßen (Oldendorf-Himmelpforten), Viola Triebel (Drochtersen),Eike Weber (Drochtersen) und Rainer Jürgens (Oldendorf-Himmelpforten).

Wahlbereich 2 (Stade): Oliver Grundmann, Melanie Rost, Matthias Steffen, Kristina Kilian-Klinge, Felix Kruse, Nasir Rajput, Karl Kirn, Inge Bardenhagen, Jonas Riebeling, Christoph von Schassen, Volker von Loh, Insa Kaufmann und Daniel Friedl.

Wahlbereich 3 (Buxtehude): Arnhild Biesenbach, Robert Kamprad, Marcel Haberkorn, Birte Gütersloh, Alexander Krause, Birgit Butter, Heinrich Bröhan, Niels Kohlhaase, Stefan Bremer, Olaf Riester und Henry Thery.

Wahlbereich 4 (Apensen, Fredenbeck, Harsefeld): Helmut Dammann-Tamke, Frank Havemann (Fredenbeck), Rolf Suhr (Apensen), Jürgen Deden (Harsefeld), Lüder Pott (Harsefeld), Jörg Müller (Fredenbeck), Dr. Karin Siedler-Thul (Apensen), Melanie Mohnen (Harsefeld), Sandra Lemmermann (Fredenbeck), Jürgen Böker (Harsefeld), Katharina Richert (Fredenbeck) und Markus Eisenblätter (Harsefeld).

Wahlbereich 5 (Horneburg, Jork, Lühe): Stefan Heins (Horneburg), Sonja Zinke (Lühe), Silja Köpcke (Jork),Michael Eble (Jork), Nikolai Müller (Lühe), Tobias Terne (Horneburg), Dr. Helmut Schneider (Horneburg), Sören Baumgarten (Lühe), Hinrich Rohbohm (Jork), Frank Fasold (Horneburg), Sebastian Deißner (Horneburg)., Marko Bergmann (Horneburg), Ralf Kimmel (Horneburg), Holger Schlichting (Horneburg) und Laura Daris (Horneburg).

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