Lions Club Buxtehude feiert 40. Geburtstag
Die Buxtehuder Lions-Macher der Vergangenheit und der Zukunft (von links): Der künftige Präsident Jürgen Badur, Gründungsmitglieder Günter Peters, Peter Leu, Horst-Wilhelm Plötzky, Dr. Hartwig Sulzer und der amtierende Präsident Henning Kar
„We serve“ – das war und ist der Grundsatz, dem sich schon vor 40 Jahren ehrbare Herren aus Buxtehude verpflichtet sahen und den Lions Club gründeten: am 18. April 1978. Der Geburtstag wurde am Mittwoch in der „Eiche“ in Hedendorf gefeiert.
Der amtierende Präsident Henning Karow hatte geladen und viele Lions-Freunde aus dem Landkreis waren gekommen, um mit ihm und seinen Mitgliedern den Geburtstag zu feiern. Wie weit der Einfluss der Lions reicht, machte Karow schmunzelnd mit dem Hinweis auf sein Mitglied Pastor Matthias Schlicht deutlich, der den Auftrag hatte, für gutes Wetter zu sorgen und seinen Auftrag erfüllte. „Lions macht was, Lions tut was, Lions ist in Buxtehude präsent“, sagte der Pastor, der den Abend auch moderierte. Sein Präsident meinte in seinem Grußwort: „Wir sind nicht nur ein guter Klub, wir sind auch gute Freunde.“
Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, selbst Lions-Mitglied beim Buxtehuder Frauen-Club Franziska von Oldershausen, skandierte: „Die Lions tun viel Gutes, sie sind in Buxtehude präsent, vielen Dank.“ Die Bürgermeisterin: „Sie haben sich zu Herzen genommen, was heute nicht mehr selbstverständlich ist: dienen wollen.“ Eine Eigenschaft die immer mehr verloren gehe, weil jeder eher auf sich selbst achte als auf die Gemeinschaft. Oldenburg Schmidt: „Selbstlos und nur dem Servicegedanken verpflichtet, bilden Sie eine wichtige Säule des sozialen Lebens – auf zu neuen Taten.“
Einige Urgesteine von vor 40 Jahren erinnerten in zahlreichen Anekdoten an die Gründungsphase Ende der 70er Jahre. So der Trick mit den sogenannten „Beutelöwen“ aus dem Alten Land, die gebraucht wurden, weil sich in Buxtehude nur 16 Gründungsmitglieder eingefunden hatten, der strenge „Governor“ aber darauf bestand, dass im Sinne der Satzung 20 Herren die Gründungsurkunde unterzeichnen müssen. Was für die damaligen Verhältnisse im Süd-Kreis ziemlich außergewöhnlich war: Sechs Altländer aus dem dortigen Lions Club meldeten sich freiwillig, um als „Beutelöwen“ in Buxtehude der Satzung Rechnung zu tragen. Wilhelm Stubbe war damals dabei und erinnerte sich: „Zu aller Zeit war der Mensch erfinderisch, also machte sich eine Zeitarbeiterkolonne auf nach Buxtehude.“ Der Wunsch der Altländer damals: „Allseits scharfen Wind von vorne, das hält wach und lässt keine krausen Gedanken aufkommen.“
Wie viel Geld die Lions in 40 Jahren gesammelt haben, ist letztlich nicht zu ermitteln. Es waren einige 100.000 Euro, die durch Projekte wie dem Weihnachtskalender, das Entenrennen, die Weihnachts-Tombola oder dem traditionellen Frühschoppen eingenommen wurden. Gefördert wurden und werden vorwiegend soziale und kulturelle Einrichtungen, wie beispielsweise die Beratungsstelle Lichtblick, die Landschaftspflege im Naturschutzgebiet Goldbecker Heide oder die Hilfe für die Kinder- und Jugendmedizin im Elbe Klinikum. Lions-Mitglieder sind aber beispielsweise auch in den Altenheimen aktiv und lesen in Kindergärten. 37 Präsidenten stehen in den Statistiken des Klubs, der derzeit 43 Mitglieder hat.
Statt eines klassischen Festvortrages gab es zum Geburtstag den Auftritt des plattdeutschen Entertainers Gerd Spiekermann, der in diesem Jahr sein Bühnenjubiläum feiert. Sein Motto der aktuellen Tournee passte zum Abend der Lions: „40 Johr op Tour.“