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Leserbriefe

TLobenswerte Sanierung

Zum Artikel „Der Traum vom autarken Eigenheim“ (TAGEBLATT vom 27. Oktober) schreibt Jürgen Schatz aus Deinste-Helmste:

Dienstag, 28.10.2025, 14:19 Uhr

Es ist lobenswert und zeugt von einem langen Atem, was die Familie Haak in Dollern geschafft hat. Wenn man sich ein altes Haus kauft, weiß man natürlich, dass die Sanierung eine Zeit in Anspruch nimmt. Bei einem so alten Gebäude, insbesondere wenn man es energetisch herstellen will, gehört viel Energie, eigenes Anpacken und sicherlich die Einhaltung enormer Vorschriften zum täglichen Leben. Ich gehe sicherlich davon aus, dass die Bauherren des Öfteren einmal „verzweifelt waren“, insbesondere, wenn man sich immer wieder mit der Bürokratie in Deutschland auseinandersetzen muss. Wenn die Eigentümer mittlerweile „nahezu autark“ geworden sind, kann man ihnen hierzu nur gratulieren. Aber: Ein altes Gebäude bleibt nun einmal ein altes Haus. Es wird auch in der Zukunft sicherlich immer wieder etwas zu modernisieren geben. Wenn die Eigentümer schon jetzt 150.000 bis 200.000 Euro investiert haben in ihr Traumhaus, haben sie dabei sicherlich die immensen eigenen Arbeitsstunden nicht mit eingerechnet. Selbst wenn Fördermittel geflossen sind, ersetzen diese nicht immer alles, sondern sind nur ein den Eigentümern zu gönnender Anteil. Oftmals ist es so, dass bei einer späteren Prüfung der richtigen Verwendung der Fördermittel sich die Probleme erst herausstellen und dann der Paragrafenstaat zuschlägt. Teile des Gebäudes bleiben nun einmal alt, wie zum Beispiel eventuell unter Putz verlaufende Rohrleitungen (Wasser, Gas, Elektro). Die Energiemaßnahmen wie Photovoltaik – Anlage- und Wärmepumpe – haben auch Verschleiß; bei vielen ausländischen Produkten sehr hohen.

Ich wünsche der Familie Haak viel Glück mit ihrer Immobilie. Der Bau sollte auch andere ermuntern, selbst Hand anzulegen, auch wenn dieses natürlich bei „normalen Familien“ schwierig ist, wenn, um irgendetwas zu finanzieren, voll gearbeitet werden muss.

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