Astronomie

Lyriden am Nachthimmel - Chancen auf Sternschnuppen

Der Sternenhimmel leuchtet über einem Rapsfeld in Schleswig-Holstein.

Der Sternenhimmel leuchtet über einem Rapsfeld in Schleswig-Holstein. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Jedes Jahr zieht die Erde auf ihrer Umlaufbahn durch Kometentrümmer. In Kürze könnten die Lyriden zu beobachten sein.

Von dpa 19.04.2024, 06:50 Uhr

Bensheim. Sternschnuppenjäger haben im April wieder die Chance, verglühende Kometentrümmer am Nachthimmel zu sehen. Der Meteorenschwarm der Lyriden zeigt sich in Kürze, so denn das Wetter mitspielt.

Der Höhepunkt werde für den 22. April morgens erwartet, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings gibt es außer einer möglichen Wolkendecke einen weiteren Wermutstropfen. „Leider stört in diesem Jahr der fast volle Mond“, sagte Pilz.

Eine Chance auf Sternschnuppen gibt es den Sternfreunden zufolge aber dennoch. Morgens zwischen 3.00 und 4.00 Uhr steht die Sonne noch weit unter dem Horizont und der Mond so tief, dass das Licht weniger stört. Wer die verglühenden Himmelskörper sehen will, muss hoch in den Südhimmel schauen.

Die Sternschnuppen flammen noch bis 25. April auf. Die Lyriden scheinen aus dem Sternbild der Leier zu kommen. Sie sind schnelle Objekte mit Geschwindigkeiten um 50 Kilometer pro Sekunde. Zehn bis zwanzig Sternschnuppen, darunter auch helle Exemplare, leuchten pro Stunde auf. Die Lyriden sind abgesplitterte Bruchstücke des Kometen Thatcher (C/1861G), durch die die Erde auf ihrer Umlaufbahn im April zieht.

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