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Mit „Bart“

Manipuliert: Dieses Weidel-Foto sorgt im Netz für Aufsehen

AfD-Chefin Alice Weidel „in echt“.

AfD-Chefin Alice Weidel „in echt“. Foto: Philipp Schulze/dpa

In Zeiten von KI muss man oftmals zweimal hingucken. So auch bei einem Foto von AfD-Chefin Alice Weidel, was derzeit kursiert.

Von Redaktion 18.09.2026, 08:05 Uhr
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Für die Wahlen in Deutschland und den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt interessieren sich Menschen über die Bundesgrenzen hinaus. Online verbreiten Nutzerinnen und Nutzer derzeit ein angebliches Foto der Co-Bundesparteivorsitzenden Alice Weidel. Es zeigt sie hinter einem Mikrofon - der Schatten des Mikrofons fällt dabei auf das Gesicht Weidels, sodass er wie ein Schnurrbart aussieht, der an den von NS-Diktator Adolf Hitler erinnert. „Foto des Jahrzehnts (...)“, lauten internationale Kommentare dazu. Ist das Bild echt?

Ist der Schatten die Mikrofons auf dem - zugegeben - recht alten Foto der jüngeren Alice Weidel echt.

Ist der Schatten die Mikrofons auf dem - zugegeben - recht alten Foto der jüngeren Alice Weidel echt. Foto: web.archive.org/dpa

Die Fakten:

Das Bild wurde manipuliert. Auf dem Originalfoto ist kein Schatten des Mikrofons auf dem Gesicht von Alice Weidel zu sehen.

Eine Bilderrückwärtssuche führt zu einem Artikel aus dem Jahr 2017. Auf dem Bild, das dort zu sehen ist, fehlt der markante Schatten im Gesicht von Alice Weidel.

Als Bildquelle ist das frühere rechte Internetportal „Metropolico“ angegeben. Dieses bietet weiterhin Fotos zum Verkauf an. Auf der Website lässt sich das Originalfoto von Weidel finden, datiert ist es auf den 30. April 2016.

An dem Tag hielt die damals noch junge Partei Alternative für Deutschland einen Bundesparteitag in Stuttgart ab. Videos und Bilder der Veranstaltung zeigen auch Alice Weidel. Darauf ist zu sehen: Einen Schatten hatte das Mikrofon damals nicht auf Weidels Gesicht geworfen. Das kursierende Bild ist also eine Fälschung.

Wer der Urheber dieser Manipulation ist, bleibt unklar. Das Fake-Bild kursiert bereits seit einigen Jahren in sozialen Netzwerken. (dpa)

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