Mannschaften beweisen fünf Stunden vollen Einsatz
Die Organisatoren freuen sich auf den 40. Volks- und Feuerwehrmarsch in Mulsum: Volker Tomforde, Manfred Pape, Merten Tomforde und Finn Tomforde (von links).
In der Ortschaft Mulsum (Gemeinde Kutenholz) lebt die Tradition: Die Freiwillige Feuerwehr richtet in diesem Jahr zum 40. Mal den Volks- und Feuerwehrmarsch aus. Am Sonntag, 28. April, ist es wieder soweit.
Macher der ersten Stunde ist der stellvertretende Ortsbrandmeister Volker Tomforde. In diesem Jahr ist die Vorfreude bei den Mulsumer Brandschützern besonders groß. Der Volks- und Feuerwehrmarsch ist die zweite zentrale Veranstaltung im Rahmen des 125. Geburtstages der Feuerwehr. Anlässlich des Jubiläums hoffen sie auf viele Teilnehmer – nicht nur aus Feuerwehrkreisen. Schon in den 1970er-Jahren nahmen die Mulsumer am Marsch der Freiwilligen Feuerwehr Hanstedt (Landkreis Harburg) teil – und bekamen Lust, selbst eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. „Eine tolle Strecke in der Lüneburger Heide“, sagt Volker Tomforde. „Da fahren wir mit der Jugendfeuerwehr heute noch hin.“
Volker Tomforde beginnt mit seinen Helfern bereits in der Weihnachtszeit mit den Vorbereitungen, denkt sich Spiele und Fragen aus. Am Tag vor dem Marsch bauen sie die Stationen auf. Die Aufgaben wechseln jedes Jahr. Ein Beispiel: Im Schießstand kann die Herausforderung darin bestehen, mit Gewehr und Armbrust genau zu zielen. Bei anderen Posten ist Fingerspitzengefühl gefragt. Mit den Quizrunden werden aktuelle politische und zeitgeschichtliche Ereignisse aufgegriffen. In der Halle des Technischen Hilfswerks bieten die Frauen der Feuerwehrmänner eine Stärkung an. Es gibt Brötchen, Würstchen und Kaffee für die Teilnehmer. Ohne das Verpflegungsteam wäre die Veranstaltung nicht möglich. Die ganze Feuerwehr hilft mit – „sogar die Altersabteilung“, freut sich der stellvertretende Ortsbrandmeister.
In der Regel gehen jedes Jahr an die 50 Mannschaften an den Start. Einige Gruppen sind seit Jahrzehnten dabei. Auch aus dem Nachbarlandkreis Rotenburg kommen Teilnehmer – etwa von den Feuerwehren aus Basdahl und Gnarrenburg. Das Durchhaltevermögen der Teilnehmer beeindruckt den Organisator Volker Tomforde: „Egal, ob es regnet oder schneit – keiner sagt ab.“ Bei den Feuerwehrmannschaften sind die Gruppen neun Mitglieder stark, bei den Volksgruppen können sechs bis neun Männer und Frauen an den Start gehen. Die Strecke ist etwa acht Kilometer lang. Die Gruppen starten nacheinander.
Vier bis fünf Stunden sind sie in und um Mulsum unterwegs. Unterwegs müssen Fragen beantwortet und Geschicklichkeitsaufgaben absolviert werden. An jeder Station kann die Gruppe Punkte erringen. Die Gruppe muss das Ziel geschlossen erreichen. Die Feuerwehrgruppen müssen einheitlich gekleidet sein. Fahrzeuge wie Bollerwagen sind aus Sicherheitsgründen auf der Strecke und auf dem Festplatz verboten. Der Volks- und Feuerwehrmarsch ist eines der großen Dorffeste in Mulsum. Der Sportplatz als Start- und Zielpunkt ist dann Treffpunkt für die Ortschaft. Hier gibt es auch Speisen und Getränke. Wenn alle Gruppen wieder das Ziel erreicht haben, werden die Siegermannschaften gekürt. Sie dürfen Pokale mit nach Hause nehmen.
Der Marsch findet bei jedem Wetter statt. Die Strecke ist ausgeschildert, Posten der Feuerwehr betreuen die Stationen. Auf der Hälfte der Strecke gibt es eine Verpflegungsstation. Das Startgeld in Höhe von 20 Euro pro Gruppe muss auf das Konto IBAN DE 56 2006 9812 0010 1095 00, Volksbank Fredenbeck, BIC GENODEF1FER, überwiesen werden. Die Überweisung gilt als Anmeldung. Im Verwendungszweck sollten die Anschrift und die Telefonnummer eines Ansprechpartners angegeben werden. Anmeldeschluss ist Sonnabend, 20. April. Die Startzeit wird den Gruppen nach der Anmeldung telefonisch mitgeteilt. Organisator Volker Tomforde ist ab 18 Uhr unter der Telefonnummer 04762/331 für Rückfragen erreichbar.