TMaroder Zustand der Schulen
Zum Artikel „Die Lebensqualität in unserer Stadt hat sich spürbar verbessert“ (TAGEBLATT vom 25. Januar) schreibt Uwe Sievers aus Buxtehude:
In Buxtehude sind Schulen marode. Das TAGEBLATT berichtet darüber immer wieder seit längerer Zeit. Problemlösungen wurden jahrelang vertagt. Schuldächer sind undicht, es tropft in Klassen- und andere Schulräume. Schimmel breitet sich in den Schulen aus. Das Gebäude der Hauptschule Süd - sie wurde überregional als Schimmelschule bekannt - musste sogar für einige Zeit ganz geschlossen werden. Der Buxtehuder Stadtelternrat hat immer wieder sofortiges Handeln und Abhilfe angemahnt. In der IGS sind Toiletten und Sanitäranlagen in desolatem Zustand. Die BBG/FWG hat eindrücklich darauf hingewiesen. Die Unterrichtsversorgung der Hauptschule Süd betrug laut TAGEBLATT nur noch 72,3 Prozent, der schlechteste Wert im Kreis Stade. Zwei verantwortungsbewusste Buxtehuder Schülervertreterinnen der 5500 Schüler äußern im TAGEBLATT: „Es sind immer noch viele Sachen im Gespräch (Anmerkung: zum Zustand der Buxtehuder Schulen), die vor fünf Jahren auch schon von Schülern angesprochen worden sind. Passiert ist oft nichts.“ Und weiter: „Wir würden uns schon über funktionierende Toilettentüren freuen.“
In dieser Situation erklärt Buxtehudes Bürgermeisterin Frau Oldenburg-Schmidt im TAGEBLATT-Interview mit Blick auf ihre Amtszeit: „Die Lebensqualität in der Stadt hat sich spürbar verbessert.“ Ob der Stadtelternrat, Buxtehuder Schüler und deren Eltern, also eine erhebliche Zahl von Buxtehudes Einwohnern, das auch so sehen? Auf die Frage nach ihrer Bewertung des gesellschaftlichen Klimas antwortet die Bürgermeisterin unter anderem: „Ich beobachte in unserer Gesellschaft bei vielen Menschen steigende Frustration, Zweifel an politischen Institutionen und Sorge um die eigene Zukunft. Es scheint viel Vertrauen verloren gegangen zu sein.“ Welchen Teil trägt Frau Oldenburg-Schmidt mit ihren Äußerungen und ihrem (Nicht-) Handeln als Bürgermeisterin von Buxtehude dazu bei?