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Schiff der Woche

Marseille Maersk: Ein Containerfrachter der Superlative

Das Foto zeigt die „Milan Maersk“ auf Höhe Finkenwerder– ihr baugleiches Schwesterschiff, die „Marseille Maersk“ wird am 15. Februar in Hamburg erwartet. Foto: Löffler

Das Foto zeigt die „Milan Maersk“ auf Höhe Finkenwerder– ihr baugleiches Schwesterschiff, die „Marseille Maersk“ wird am 15. Februar in Hamburg erwartet. Foto: Löffler

Mit der „Marseille Maersk“ läuft am 15. Februar ein Schiff in Hamburg ein, das mehrere Superlative in sich vereint: Es gehört zur Flotte der weltgrößten Reederei, der dänischen Maersk.

Mittwoch, 14.02.2018, 16:11 Uhr

Von Peter Löffler

Zusammen mit ihrer Schwester „Madrid Maersk“ aus ihrer Baureihe, der zweiten Generation der Triple- E-Klasse, war sie im Zeitraum vom 11. April bis zum 18. Mai 2017 das größte Containerschiff der Welt. Zu dieser Baureihe, deren Namen übrigens alle mit „M“ beginnen, gehört auch die „Milan“, die Hamburg zuletzt am 9. Februar angelaufen hat, und die „Manchester“, die am 21. Februar erwartet wird. Im Frühjahr 2017 überflügelten diese Megaboxer die damals führenden Schiffe der japanischen Reederei MOL um 416 Containerstellplätze. Aktuell sind sieben dieser Giganten der Meere in Fahrt, vier weitere befinden sich im Bau.

Baubeginn für dieses Schiff war im November 2015, an die Reederei wurde es im Januar 2018 übergeben. Ihre Jungfernfahrt begann die „Marseille Maersk“ im chinesischen Hafen Zhoushan. Sie führte über Singapur, Malaysia und Rotterdam nach Hamburg. Die Schiffe können bei einer Länge vom 400 Metern und einer Breite von 59 Metern bis zu 20 586 TEU (20-Fuß-Container) befördern, wobei 1800 Stellplätze für Kühlcontainer konzipiert sind.

In den Schiffen arbeiten jeweils zwei MAN-Zweitakt-Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 59 360 kW (80 700 PS). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Knoten, also 46 km/h. Gebaut werden diese Schiffe durch die Daewoo Shipbuilding-Werft in Geoje, Südkorea.

Die Erhöhung der Containerstellplätze wurde in erster Linie dadurch erreicht, dass das Steuerhaus in das erste Drittel des Schiffs verlegt wurde und die Motoren so weit wie möglich nach hinten, um die Länge der Antriebswellen zu verkürzen. Der Name dieser Baureihe, „Triple-E“, leitet sich aus der Baukonzeption ab: Einsatzeffizienz, Energieeffizienz und Umwelteffizienz. Somit erfüllen diese Giganten die Bestimmungen der „Marpol“, einer Vorschrift zur Verhütung von Meeresverschmutzung durch Schiffe. Gemeinsam mit der Schweizer Reederei MSC bildet die Maersk-Reederei die Allianz „2M“ zur besseren Auslastung ihrer Kapazitäten. So läuft jede Woche (meist Sonnabend oder Sonntag) ein Megaboxer dieser Reedereien den Hamburger Hafen an.

Unser Schiff der Woche, die „Marseille Maersk“, kann am Freitag, 16. Februar gegen 16.30 Uhr am Lühe-Anleger beobachtet werden. Die Abfahrtszeiten entsprechen der aktuellen Segelliste, können sich aber kurzfristig ändern.

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