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Migration

Mehr als 40 Prozent weniger Schleuserkriminalität

Die Schleuserkriminalität ist stark zurückgegangen. (Symbolbild)

Die Schleuserkriminalität ist stark zurückgegangen. (Symbolbild) Foto: Carsten Koall/dpa

Die Zahl der unerlaubten Einreisen an den deutschen Grenzen ist stark zurückgegangen - und mit ihr auch die Machenschaften krimineller Schlepper. Was ein neues BKA-Lagebild sonst noch zeigt.

Von dpa 24.07.2026, 12:15 Uhr
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Berlin. Die in Deutschland entdeckte Schleuserkriminalität ist 2025 stark zurückgegangen - ebenso wie die unerlaubte Migration insgesamt. Dies zeigt ein neues Lagebild des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei. Demnach wurden insgesamt 4.622 Schleusungen registriert, 41,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Darunter sind 147 besonders schwere Fälle und solche, bei denen Menschen zu Tode kamen - ein Minus von 57,6 Prozent. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet den Trend als Erfolg konsequenten Handelns.

Es geht um kriminelle Geschäfte, bei denen Menschen ohne gültiges Visum oder Aufenthaltsrecht illegal ins Land gebracht werden. Das BKA zählt nach Angaben eines Sprechers jede geschleuste Person als eigenen Fall - entdeckt wurden also insgesamt 4.622 Menschen. Davon wurden 4.190 von der Bundespolizei an den Außengrenzen erfasst, die übrigen von anderen Behörden. Die häufigsten Nationalitäten bei den von der Bundespolizei registrierten Fällen waren Afghanen, Syrer, Türken, Somalier und Ukrainer. 

Brennpunkte blieben die östlichen Grenzen zu Polen und Österreich, allerdings mit starkem Abwärtstrend. Ein Teil verlagerte sich an die Westgrenzen. Die entdeckten mutmaßlichen Schleuser waren überwiegend junge Männer. Insgesamt wurden 3.088 Tatverdächtige registriert, ein Minus von 23,1 Prozent. Am stärksten vertreten waren Syrer, Deutsche und Türken.

Weniger Migration nach Deutschland und Europa

Der Rückgang der Schleusungen geht damit einher, dass insgesamt viel weniger Menschen unerlaubt einreisen als in den Jahren zuvor. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2025 insgesamt 187.220 Fälle von unerlaubter Einreise oder unerlaubtem Aufenthalt aus, 30 Prozent weniger als im Jahr davor (267.497 Fälle). Hauptherkunftsstaaten waren 2025 die Türkei, Syrien und Afghanistan.

„Weniger illegale Einreisen, mehr Kontrolle an den Grenzen, entschlossenes Vorgehen gegen Schleusernetzwerke - mit den Maßnahmen der Migrationswende setzen wir den Kurs für mehr Struktur, Sicherheit und Stabilität kontinuierlich fort“, erklärte Innenminister Dobrindt.

Aber auch nach Europa kamen 2025 dem Lagebild zufolge etwa ein Viertel weniger Menschen unerlaubt. Registriert wurden insgesamt 180.139 unerlaubte Übertritte an den europäischen Außengrenzen. Besonders stark ging die Migration über den Atlantik und das westliche Mittelmeer (minus 42 Prozent) sowie über die Balkanregion (minus 41,8 Prozent) zurück. Deutschland bleibe  in Europa einer der Hauptzielstaaten, hält das Lagebild fest.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lässt alle deutschen Außengrenzen an festen Punkten kontrollieren. (Archivbild)

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lässt alle deutschen Außengrenzen an festen Punkten kontrollieren. (Archivbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Mehr Kontrollen, weniger Fälle

„Mit der vorübergehenden Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen ging eine erhöhte Kontrollintensität einher“, heißt es im Fazit von BKA und Bundespolizei. „Gleichwohl wurden deutlich weniger unerlaubt einreisende beziehungsweise geschleuste Personen registriert als im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt die Lage an den Außengrenzen wider.“

Die deutschen Behörden gehen regelmäßig gegen Schleuser vor. (Archivbild)

Die deutschen Behörden gehen regelmäßig gegen Schleuser vor. (Archivbild) Foto: Tobias Junghanns/dpa

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