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Leserbriefe

TMehr als Teilzeit arbeiten

Zum Artikel „So sollen Lehrer angelockt werden“ (TAGEBLATT vom 27. Oktober) schreibt Cornelius van Lessen aus Drochtersen:

Dienstag, 28.10.2025, 14:19 Uhr

Ende August 2025 haben wir mit einem unserer Enkelsöhne an einer Begrüßungsfeier an der weiterführenden integrierten Gesamtschule – Ganztagsunterricht - in Köln-Nippes teilnehmen dürfen. Der Direktor dieser Schule trug unter anderem vor, dass sich auf drei freie Stellen insgesamt 150 Lehrkräfte beworben hätten. Die für das junge Kollegium „passenden Lehrkräfte“ wurden ausgesucht und der Bezirksregierung Köln als zuständige Behörde vorgeschlagen. Nach Ende der Veranstaltung fragte ich den Direktor, was die nicht berücksichtigten 147 Lehrkräfte machen würden. Er antwortete, dass wisse er nicht genau und äußerte auf weitere Fragen, sie würden sich mit Sicherheit auf keine Stelle „auf dem flachen Land“ bewerben und schon gar nicht in Niedersachsen oder dem Landkreis Stade. Meine flapsige Bemerkung, dass die Stadt Köln und andere Großstädte in Nordrhein-Westfalen ein Luxusproblem hätten, bejahte er.

Fazit: Ein Mangel an Lehrkräften besteht offensichtlich nicht. Wenn Lehrkräfte sich bereiterklären würden, mehr als Teilzeit zu arbeiten – gilt aber für den gesamten öffentlichen Dienst, der sehr gut alimentiert ist -, könnte ein großer Teil der bestehenden Probleme gelöst werden. Wie sagte doch der amtierende Papst auf die Frage, wie viele Mitarbeiter im Vatikan arbeiten: ungefähr die Hälfte.

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