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Gefährliche Bakterien

Meningitis-Ausbruch in Kent - Hunderte erhalten Antibiotika

Menschen stehen an, um vorsorglich Antibiotika zu erhalten.

Menschen stehen an, um vorsorglich Antibiotika zu erhalten. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Zwei junge Menschen sind bereits gestorben, nun erhalten Hunderte Menschen in Großbritannien vorsorglich Antibiotika. Die Sorge vor weiteren Fällen ist groß.

Von dpa 17.03.2026, 12:30 Uhr
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London. Nach zwei Meningitis-Todesfällen werden in der Grafschaft Kent in Südengland vorsorglich Hunderte Menschen mit Antibiotika behandelt. Vor den Ausgabestellen bildeten sich lange Schlangen. Wie viele Menschen insgesamt vorsorglich gegen die Bakterien wirkende Mittel erhalten sollten, blieb zunächst unklar. In den vergangenen Tagen waren ein Schüler und ein Student aus Canterbury gestorben, weitere Erkrankte sind im Krankenhaus in Behandlung. 

Verursacht wurden die Fälle von Meningokokken der Untergruppe B, wie nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Dienstag bestätigt wurde. Das sind Bakterien, die schwere Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) auslösen können. Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen. Bereits bei begründetem klinischem Verdacht auf eine solche Meningokokken-Erkrankung soll darum gemäß Meningitis-Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umgehend mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden.

Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion - Husten, Niesen, Küssen - übertragen. Die ersten Anzeichen einer Infektion sind oft grippeähnlich - Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit. Bei schwerem Verlauf kann es zu septischem Schock, Organversagen und Hirnschäden kommen. Die Todesfallrate betrage 7 bis 15 Prozent, viele Überlebende litten an schweren Langzeitfolgen, heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI). 

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung gegen Meningokokken der Untergruppe B für alle Säuglinge ab zwei Monaten.

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