Michael Hein kehrt zurück zum VfL Fredenbeck
Michael Hein und Igor Sharnikau trainieren Fredenbeck.
Die Oberliga-Handballer des VfL Fredenbeck haben ein neues Trainergespann. Nach der verkorksten Saison soll mit Igor Sharnikau, der zuletzt bereits Interimstrainer war, und Michael „Migo“ Hein ein erfolgreicher Neuanfang gestartet werden.
Der 42-jährige A-Lizenzinhaber Igor Sharnikau spielte in der Saison 2011/12 in der damaligen Regionalliga für den VfL. Zuvor war er unter anderem für Erst- und Zweitligisten wie TUSEM Essen, LTV Wuppertal und des TuS Schutterwald aufgelaufen. Seine sportliche Karriere begann Sharnikau bei SKA Minsk. Er ist 35-facher weißrussischer Nationalspieler. Als Trainer sammelte Igor Sharnikau bisher vor allem im Jugend- und Frauenbereich Erfahrungen.
Mit Michael „Migo“ Hein kehrt ein alter Bekannter auf die Fredenbecker Handballbühne zurück. Nachdem er ab der Saison 1998/99 für den VfL Fredenbeck in der zweiten Bundesliga gespielt hatte und 1999 wegen einer Knieverletzung seine aktive Karriere beenden musste, war Migo Hein von 2006 bis 2009 Trainer der Regionalliga-Mannschaft.
Der heute 51-Jährige aus Daun in der Eifel spielte in seiner besten Zeit in der ersten Bundesliga bei TuRu Düsseldorf und TUSEM Essen. Hier wurde er auch zum 20-fachen Nationalspieler, Europapokalsieger und zum Deutschen Meister. Nach seinem Engagement in Fredenbeck folgten zahlreiche Trainerstationen im Hamburger Umland. Zuletzt trainierte er die Frauen des HB Musedall in Luxemburg.
„Migo Hein ist Teammanager“, stellt der Sportliche Leiter David Oppong fest. Sein Arbeitsschwerpunkt wird das Teambuilding und die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler sein. Igor Sharnikau ist für das Training und die handballerische Weiterentwicklung der Mannschaft zuständig und hat im Zweifel das letzte Wort. Beide Trainer haben sich ohne eine Zeitbegrenzung mündlich mit dem Verein geeinigt.
Die Erwartungen, die der Verein an die Beiden hat, sind das Ergebnis der Analyse von Versäumnissen aus der letzten Saison. „Beide kennen den VfL und das Fredenbecker Umfeld seit vielen Jahren. Sie werden den richtigen Ton treffen, um aus der Mannschaft wieder ein Team zu machen, das motiviert, mit Ehrgeiz und Freude spielt“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Vereins.
Natürlich wolle die Mannschaft wieder versuchen, oben mitzuspielen, so Oppong. Wenn man in einer schlechten Saison Sechster geworden sei, dann sei auch noch Luft nach oben. Das Wichtigste aber sei eine Mannschaft zu formen, „die mit Leidenschaft für den Verein und die Region stehe.“
Die Personalplanungen für die neue Saison, so Geschäftsführer Uli Koch, seien „weitestgehend abgeschlossen“. Neu verpflichtet wurden Tim Fock und Max Linus Dede vom Ligakonkurrenten SV Beckdorf und Lennart Fuhr aus der eigenen zweiten Mannschaft. Zudem sollen Talente aus dem Jugendbereich in den Kader integriert werden. „Wir konzentrieren uns bei der Personalplanung auf die Talente aus der Region,“ so David Oppong und macht damit auch einen Wandel in der Personalakquisition vergangener Jahre deutlich. Weiterhin auf der Suche ist der Verein nach einem Spielmacher für die Hinten-Mitte-Position.
Die Vorbereitung auf die neue Saison hat für die Mannschaft bereits begonnen. Bis Mitte Juni wollen die Trainer in einer „Kennenlernphase“ sich mit der Mannschaft, den Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten der Spieler vertraut machen. Nach einer anschließenden ebenfalls vierwöchigen Pause, in denen individuell zugeschnittene Trainingsaufgaben erledigt werden sollen, beginnt dann Mitte Juli die „heiße Phase“ der Vorbereitung. Erstes Pflichtspiel der neuen Saison ist am 7. September. Der Gegner ist noch nicht bekannt.