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Michael Patrick Kelly im TAGEBLATT-Interview

Nach sechsjähriger Medienabstinenz ist das Mitglied der  Kelly Family zurück: Mit seinem neuen Album „Human“ und der gleichnamigen Tour gastieren er und seine Band am Freitag, 30. Oktober, im Stadeum.

Von Karsten von Borstel Mittwoch, 14.10.2015, 15:05 Uhr

Als Teenager tingelte das Vorzeigegesicht des Musiker-Clans Kelly durch die Fußgängerzonen auf dem ganzen Kontinent. „An Angel“ katapultierte die US-amerikanische Band mit irischen Wurzeln weltweit an die Spitze der Charts. Ende der 90er Jahre forderte der steile Aufstieg Tribut von Michael Patrick Kelly: Ihn plagten Zweifel, schließlich Selbstmordgedanken. Er suchte die Abkehr, Gott und sich selbst in einem Kloster in Frankreich.

Das TAGEBLATT sprach mit dem überraschend uneitlen Songwriter über Vergangenheit, Gegenwart und natürlich die Musik. Das gesamte Interview gibt es Mittwochabend im Abobereich auf tageblatt.de und Donnerstag im TAGEBLATT - einen Auszug bereits jetzt.

TAGEBLATT: Sie sind kosmopolitisch aufgewachsen. Und doch haben viele der Kellys einen engen Draht zu Deutschland. Warum ist das so?

Michael Patrick Kelly: Das hat ganz praktische Gründe. Viele von uns haben deutschsprachige Partner. Zwei leben in Irland, zwei in den USA, einer in Spanien und der Rest in Deutschland. Wir haben erst vor kurzem herausgefunden, dass wir deutsche Wurzeln haben. Vielleicht haben wir uns deshalb immer schon unterbewusst wohlgefühlt. Wenn ein Land auf Erden meine Heimat ist, dann ist es sicherlich Irland.

TAGEBLATT: 2009 sagten Sie: „Ich bin im Kloster so glücklich wie nie zuvor.“ Was entgegnet der Michael Patrick Kelly aus dem Jetzt seinem früheren Ich?

Michael Patrick Kelly: Das ist eine sehr gute Frage. Damals war das eine ehrliche und richtige Aussage und betraf die Nähe zu Gott, die in meinem Leben als Mönch zu spüren war. In der Kindheit und Jugend hat es schon große Glücksmomente gegeben. Heute fühle ich mich ausgereift. Ich habe Frieden und Freude in mir und würde wieder sagen: Ich bin so glücklich wie nie zuvor. Das heißt nicht, dass ich vor einigen Jahren nicht aufrichtig war.

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