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Millionen-Investition in Buxtehude

Stefan Hoops und sein Sohn Morten von der Motorenklinik W. Hoops am Ostmoorweg brennen für ihre Motoren: In der Felix-Wankel-Straße baut das Familienunternehmen neu. Foto Vasel

Stefan Hoops und sein Sohn Morten von der Motorenklinik W. Hoops am Ostmoorweg brennen für ihre Motoren: In der Felix-Wankel-Straße baut das Familienunternehmen neu. Foto Vasel

Es geht voran – im Gewerbegebiet nördlich des Alten Postweges in Buxtehude.

Von Björn Vasel Freitag, 26.02.2016, 18:50 Uhr

Auf der Nordseite der Felix-Wankel-Straße baut das Skoda-Autohaus H. Tietjen seinen neuen Servicebetrieb, einen Steinwurf entfernt entsteht der Neubau der Motorklinik W. Hoops. „Wir verdreifachen uns, der alte Standort ist zu klein“, sagt Stefan Hoops (49). Er wagt die MillionenInvestition für seine beiden Söhne.

Im Mai/Juni 2016 will Stefan Hoops (49) an der Felix-Wankel-Straße einziehen. „Wir platzen aus allen Nähten“, erklärt der Unternehmer. Die alte Werkstatt am Ostmoorweg sei mehrfach erweitert worden. Auf dem Parkplatz ist wenig Platz, die Fahrzeuge müssten zu oft umgeparkt werden. Dadurch gehe zu viel Zeit verloren.

Im Neubau – der Rohbau steht bereits – könnten die Arbeitsabläufe erheblich effektiver gestaltet werden. Das neue Gebäude – entworfen vom Büro Wedemann Architekten aus Buxtehude – gliedert sich in die drei Bereiche Büro-Trakt, Kfz-Werkstatt mit sechs Arbeitsbühnen und Maschinenhalle. Schwere Motorenteile können in Zukunft mit einem großen Deckenkran bewegt werden. Die Motorblöcke wiegen zum Teil 350 Kilogramm und mehr. Auch die Maschinen stehen nicht mehr so eng wie heute. 15 Mitarbeiter beschäftigt der 49-Jährige. Und Hoops bildet aus – zum Kfz-Mechatroniker und zum Industriemechaniker/ Maschinenbauer. Vier Lehrlinge lernen in dem 1975 von seinem Vater Walter Hoops gegründeten Familienunternehmen, unter anderem wie die Verbrennungsmotoren – nicht nur von Pkw, Motorrädern oder Lkw, sondern auch von Landmaschinen, Schiffen, Gabelstaplern oder Baggern – fachgerecht und kostengünstig instandgesetzt werden.

Auch örtliche Industriebetriebe lassen Motoren ihrer Produktionsanlagen von seinen Mitarbeitern reparieren. In der Kfz-Werkstatt bietet Hoops auch Service und Reparatur – etwa im Bereich Bremsen/Auspuff. Dieses Geschäftsfeld will Hoops am neuen Standort ebenfalls ausbauen. Mittel- und langfristig könnten weitere Arbeitsplätze entstehen.

Nicht nur aus dem Norden, aus ganz Deutschland kommen seine Kunden. „Wir haben schon viele Autos zum Leben erweckt“, sagt der Maschinenbaumeister, der den Betrieb im Jahr 1994 von seinem Vater übernahm. Auch viele Oldtimer-Fans kommen zu ihm. Er betreibe Ursachenforschung, die Motoren würden gezielt repariert. Sein größtes Kapital seien, neben der langjährigen Erfahrung seiner Mitarbeiter, unzählige Kataloge und Handzettel: „Diese Dokumente sind unbezahlbar.“ Nach den Skizzen können Motoren zerlegt und repariert werden. Fehlen Ersatzteile, werden sie in der Werkstatt neu angefertigt.

Hoops: „Wenn der Zündschlüssel umgedreht wird, und der Motor wieder erwacht, klopft vielen das Herz – vor Freude.“

Gewerbeflächen

Die Liste der Betriebe in der Felix-Wankel-Straße liest sich wie ein „Who’s Who“ des Buxtehuder Mittelstands. Firmen wie die Bauschlosserei Holst und Kroll Raumausstattung, aber auch Strauss, führend bei der Herstellung von Maschinen zur Verwiegung, Sortierung und Verpackung von Obst und Gemüse, haben sich hier angesiedelt. Laut Wirtschaftsförderung sind m Bereich der Felix-Wankel-Straße nur noch knapp zehn Hektar im Angebot. Deshalb soll ein neues Gewerbegebiet an der Apensener Straße (inklusive eines Sportzentrums) geschaffen werden.

Blick in die Zukunft: So wird der Neubau im Sommer dieses Jahres aussehen. Visualisierung Wedemann Architekten

Blick in die Zukunft: So wird der Neubau im Sommer dieses Jahres aussehen. Visualisierung Wedemann Architekten

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