Mit Liebe handgemacht
Sarah von Holt-Deters und Janina Sylvester bieten Nettes für Mutter und Kind an. Foto Helfferich
Die Macher des dritten Porta-Coeli-Marktes im Park der Villa von Issendorff in Himmelpforten hatten am Sonnabend mit dem Wetter zu kämpfen. Am Sonntag hellten sich dann Himmel und Stimmung deutlich auf.
„Wenn Hurricane in Scheeßel ist, ist immer schlechtes Wetter. Das hätte man wissen können“, sagt Sarah von Holt-Deters. Sie und ihre Freundin Janina Sylvester haben sich am Sonnabend wetterfest eingepackt und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Liebevoll haben sie in ihrem Pavillonzelt ihre handgefertigten Mobiles, Taschen, Kissen und Spielhöschen aufgebaut. Die jungen berufstätigen Mütter finden trotz Jobs und Kinder offenkundig Zeit genug, nette Accessoires zu nähen.
„Es macht einfach Spaß“, sagt von Holt-Deters. „Und wir haben liebe Kinder, die uns das auch machen lassen“, ergänzt die Freundin Janina.
Es ist der besondere Charme des Marktes, dass hier Handgefertigtes aus der Region angeboten wird. Schmuck aus Glas oder Tafelsilber, Gartendeko, einzigartige Schultertaschen mit viel Platz für den Einkauf, selbst gestrickte Socken warten hier auf Käufer. „Ich war bisher jedes Mal hier“, sagt Kathrin Methner. Sie ist ein großer Fan des kleinen Marktes im Garten der Villa von Issendorff. „Es gibt hier eine so große Vielfalt, und der persönliche Kontakt zu den Ausstellern ist so nett.“
Auch die Aussteller schätzen die besondere Atmosphäre. „Der Kontakt unter den Ausstellern und auch mit den Kunden ist wirklich ausgesprochen nett. Selbst wenn ich keinen Gewinn mache, habe ich hier großen Spaß“, sagt Attila Topkaya, der Flammkuchen anbietet. Johanna van den Berg schätzt die Idylle des Parkes mit den alten Bäumen und der Villa. „Das hat schon einen ganz besonderen Reiz“, erzählt die Holländerin mit Wohnort Himmelpforten. Sie kreiert handgenähte Unikate aus Leder – Taschen, Lederbeutel, Einbände für Notizbücher – und bietet sie zum ersten Mal beim Porta-Coeli-Markt an.
Warm und trocken ist es im Schul- und Heimatmuseum auf der anderen Seite des Kamphofes, wo Dampfmaschinen vorgeführt wurden. Allerdings ist der Besuch auch dort am Sonnabend nur mäßig. Lothar Wille vom Museumsverein kam gar nicht erst zum Einsatz. „Ich wollte Buttern als Seminar anbieten, aber es ist keiner gekommen.“ Am Sonntag gab es eine zweite Chance.
Bürgermeister Bernd Reimers überlegt derweil, ob der Markt, der alle zwei Jahre von Gemeinde und Jugendkonferenz ausgerichtet wird, künftig in den Mai verlegt werden sollte. „Eigentlich würden wir gerne etwas zum Mittsommer anbieten, aber die letzten Jahre zeigten, dass im Mai das Wetter stabiler ist“, sagt er.