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Leserbriefe

TMitmenschlichkeit zählt

Zu den Themen in Syrien und Jens Spahn (diverse Artikel im TAGEBLATT) schreibt Mate Max Sieber aus Horneburg:

Dienstag, 17.12.2024, 15:35 Uhr

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Was für ein starker erster Artikel in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Wie schön wäre es, wenn wir das in politischen Debatten hier in Deutschland auch im Geiste mit uns tragen würden? Dass Syrien vom Diktator Assad die Freiheit wiedererlangt, ist ein guter Grund, Glück zu verspüren. Ich selbst freue mich für die Menschen dort. Trotz der Freude müssen wir abwarten, wie sich dieses Land nach der Befreiung entwickelt. Klar ist, die Möglichkeiten sind offen, es kommt in dieser Lage aber darauf an, wie sich die bisherigen Akteure verhalten. Aktuell geht es in eine positive Richtung – die Frage ist: Bleibt das so? Das wird sich in den kommenden Monaten und Jahren erst vollständig beweisen. Was ich von der rot-grünen Bundesregierung in dieser Stunde erwarte, ist, dass das Bundeskanzleramt, gemeinsam mit dem Außenministerium, dem Innen- und Entwicklungsministerium unter der Führung von Olaf Scholz nicht nur ein Zuschauer ist, sondern aktiv ins Geschehen eingreift, um das Land und die Menschen bei diesem historischen Übergang aktiv zu unterstützen. Deutschland muss eine aktive Rolle spielen. Im Übrigen nicht so, wie Jens Spahn das mit dem Handgeld und den Charterflügen getan hat. Daran als Erstes zu denken zeigt, dass dieser Politiker dem Artikel 1 in der Erklärung der Menschenrechte bei solchen Aussagen keinen besonderen Rang zuweist. Unter Angela Merkel als Parteichefin hat und hätte es bei der CDU nie solche öffentlichen verfehlten Aussagen gegeben. Die Parteispitze der CDU sollte sich fragen und prüfen, ob sie noch die richtige Führung ist. Man sollte bei solchen Debatten niemals vergessen, dass auch wir vielleicht mal in die Situation kommen, das Land unter Zwang verlassen zu müssen. Ich wäre froh, wenn es dann keine Politiker der Sorte Spahn gäbe, die solche unwürdigen Aussagen von sich geben würden. Am Ende zählt immer auch die Mitmenschlichkeit in solchen Debatten.

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J
Jochen Mextorf
18.12.202411:16 Uhr

Mal kurz zwischen zwei Wärmepumpen-Palaver die Welt retten. Prima, los geht's.

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