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Gelungene Mixtur angeboten

Münchner Kammerspiele räumen bei Kritikerumfrage ab

Die Münchner Kammerspiele sahnten in der Kritikerumfrage ab. (Archivbild)

Die Münchner Kammerspiele sahnten in der Kritikerumfrage ab. (Archivbild) Foto: Peter Kneffel/dpa

Ob Theater, Oper oder Tanz: Das Fachmagazin „Deutsche Bühne“ lässt seine Kritikerinnen und Kritiker jährlich über die Highlights abstimmen. Doch beim Hauptgewinner ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Von dpa 11.08.2026, 17:10 Uhr
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München/Köln. Den Kritikerinnen und Kritikern des Fachmagazins „Deutsche Bühne“ zufolge haben die Münchner Kammerspiele in der Saison 2025/26 bundesweit am meisten geglänzt. Das von Barbara Mundel geleitete Haus in der bayerischen Landeshauptstadt überzeugte als Gesamtgewinner vor dem Theater Chemnitz und der Oper Dortmund, wie das vom Deutschen Bühnenverein herausgegebene Magazin in Köln mitteilte.

Zudem setzten sich die Münchner Kammerspiele in der Kategorie Gesamtleistung eines großen Hauses vor der Staatsoper Hamburg und der Oper Frankfurt durch. Bei den kleineren Häusern stachen in der Umfrage das ETA Hoffmann Theater Bamberg, das Rheinische Landestheater Neuss, das Theater Hagen und das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau heraus. 

Im Musiktheater liegt die Opernuraufführung „Rummelplatz“ in Chemnitz an der Spitze der Umfrage. In der Kategorie künstlerische Leistung im Schauspiel glänzte die Schauspielerin und Regisseurin Julia Riedler, im Ballett/Tanz Constanza Macras mit „Goodbye Berlin“ an der Berliner Volksbühne. Das Kinder- und Jugendtheater sei die Sparte der Stunde.

Gelungene Mixtur als Erfolgsrezept der Münchner

Der Erfolg der Münchner erklärt sich dem Kritikerkreis zufolge durch die Mixtur aus großartig inszenierten historischen Stoffen und Gegenwartstexten, aus Schauspiel, Musik und Tanz - für Jung und Alt. Auch einzelne Stücke wie „Wallenstein“, „Mephisto“ und „Play Auerbach“ wurden von den Fachleuten gelobt. 

Überschattet wird das Votum der Kritikerinnen und Kritiker des Fachmagazins durch das Gerangel um die Nachfolge Mundels, deren Vertrag noch bis 2028 läuft. Sie hätte gerne noch zwei Jahre verlängert. Doch kurz nachdem Mundel öffentlich ihr Interesse bekundet hatte, schrieb der Stadtrat - dem Bekunden nach dem lange bekannten Zeitplan gemäß - die Intendanz neu aus. Daraufhin entbrannte eine öffentliche Debatte um Transparenz und Wertschätzung, in der sich auch ein Gutteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Brief für den Verbleib Mundels aussprach.

Um die Nachfolge von Intendantin Barbara Mundel gab es Querelen. (Archivbild)

Um die Nachfolge von Intendantin Barbara Mundel gab es Querelen. (Archivbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Diese erklärte in der Folge, das „öffentliche und politische Ränkespiel um die Zukunft der Münchner Kammerspiele“ habe einen Zustand erreicht, „der für das Theater und seine Mitarbeitenden unwürdig und nicht weiter tragbar ist“. Um möglichen Schaden von ihnen abzuwenden, stehe sie daher über 2028 hinaus nicht länger zur Verfügung. Unter Mundels Leitung hatten die Kammerspiele ein starkes, bundesweit beachtetes Profil entwickelt. Zudem legte sie den Fokus auf Inklusion: In dem Ensemble arbeiten auch Menschen mit kognitiven und körperlichen Einschränkungen.

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