AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Künstliche Intelligenz

Nach Hacks: OpenAI will Spitzen-KI ohne Internet trainieren

Über Wochen häuften sich Enthüllungen rund um Fehlverhalten von KI-Modellen von OpenAI. (Archivbild)

Über Wochen häuften sich Enthüllungen rund um Fehlverhalten von KI-Modellen von OpenAI. (Archivbild) Foto: Richard Drew/AP/dpa

OpenAI verschärfte nach Hacking-Attacken durch seine KI die Sicherheits-Maßnahmen. Jetzt geht die ChatGPT-Firma noch weiter und will Top-Modelle lieber in „Offline-Welten“ trainieren.

Von dpa 24.10.2026, 00:05 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

San Francisco. Nach eigenständigen Hacking-Attacken durch seine Künstliche Intelligenz (KI) will der ChatGPT-Entwickler OpenAI die leistungsstärksten KI-Modelle ohne Internet-Zugang trainieren. Man sehe das als die verantwortungsvolle Herangehensweise beim aktuellen Stand der Kontrollsysteme und der Internet-Sicherheit, hieß es zur Erklärung in einem Blogeintrag von OpenAI.

Eigenmächtige Aktionen fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz von OpenAI hatten in den vergangenen Wochen wiederholt Debatten um Risiken der Technologie angefacht. In dem bisher aufsehenerregendsten Fall brach Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung aus und hackte sich ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma, der Plattform Hugging Face. Wie sich danach herausstellte, drang auch KI anderer Entwickler - des OpenAI-Rivalen Anthropic sowie von Google und dem Facebook-Konzern Meta - bei Tests in Systeme anderer Unternehmen ein.

„Offline-Welt“ für KI-Training

Die KI-Modelle müssten allerdings trotzdem lernen, wie man im Netz nach Informationen suche oder sie mit Web-Anwendungen arbeiten, betonte OpenAI. Deshalb habe man für das Training eine „Offline-Welt“ gebaut, in der Web-Inhalte gespeichert worden seien. Alle Spitzen-Modelle würden nun auf diese Weise trainiert. 

OpenAI hatte bereits nach dem Hugging-Face-Vorfall zusätzliche Schutzmechanismen eingebaut. Es stellte sich jedoch heraus, dass die fähigsten KI-Modelle auch darin noch einige Lücken finden konnten. Deswegen wurde ihr Training zeitweise ausgesetzt. Auslöser war ein Vorfall, bei dem es einem KI-Modell in einem Test gelang, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.

Bei einem tiefgreifenden Härtetest der bisherigen Absicherungs-Infrastruktur mit Hilfe von KI seien zuvor unbekannte Software-Schwachstellen sowie Konfigurations-Fehler entdeckt worden, räumte OpenAI ein. Nach Gegenmaßnahmen sei das Training der Top-Modelle am 1. Oktober nach einer elftägigen Pause wieder aufgenommen worden, hieß es.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Aus für Rollenspiel-Entwickler Bioware

Mit Titeln wie „Dragon Age“ oder „Mass Effect“ hat das Videospiele-Studio Bioware Geschichte geschrieben. Nach rund 31 Jahren wird es nun geschlossen.

Microsoft wirbt um Vertrauen deutscher Kunden

Ob Word, Outlook oder Copilot, Anwendungen der US-Firma Microsoft sind stark präsent im Alltag. Vielleicht zu stark? In Köln lud die Firma zu einem Werbeevent, auch um solche Sorgenfalten zu glätten.

25 Jahre iPod: Startschuss für Apples Höhenflug

1.000 Songs in der Tasche - mit diesem Versprechen brachte Apple vor 25 Jahren den iPod auf den Markt. Das kleine Gerät bereitete den Weg für das iPhone - und krempelte nebenbei die Musikbranche um.