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Nach Neustart: Wachtelburg wieder Treffpunkt

Astrit Doku und Frau Elisa haben aus der Wachtelburg einen beliebten Treffpunkt gemacht.

Astrit Doku und Frau Elisa haben aus der Wachtelburg einen beliebten Treffpunkt gemacht.

Als Astrit Doku und seine Frau Elisa vor fast genau einem Jahr die Wachtelburg an der Apensener Straße übernommen haben, war das Traditionsrestaurant in keinem guten, zeitgemäßen Zustand und Tochter Joana gerade einen Monat alt.

Donnerstag, 26.05.2016, 15:00 Uhr

Heute läuft die kleine Tochter fröhlich durch komplett sanierte Räume und einen schön hergerichteten Außenbereich. Hell und freundlich, serviceorientiert – das vermittelt die neue Wachtelburg. „Wir haben viel geändert und Geld investiert“, sagt Astrit Doku nicht ohne Stolz, wenn er die neue Wachtelburg zeigt.

Wer mit den beiden albanischstämmigen Gastronomieprofis spricht, bemerkt sofort die Leidenschaft für das Projekt Wachtelburg. „Wir sind mit Herz und Seele bei der Sache“, sagt Elisa Doku. Die Gäste, die Menschen, die im Buxtehuder Süden wohnen, nehmen den Neustart gut an. In Altkloster und Ottensen finden sich viele, die inzwischen wieder regelmäßig in der Wachtelburg essen. „Wir sind hier gut aufgenommen worden, haben gute Kunden“, sagt Astrit Doku.

Dass die Wachtelburg funktioniert, ist dabei für den Buxtehuder Süden wichtig, denn es gibt hier wenig Lokale. An der Lüneburger Schanze sind zwei, dann kommt nicht mehr viel: zwei kleinere Kneipen und das sichtbar gut frequentierte Angebot des Bäckers Behnken an der Apensener Straße.

Nicht viel für einen Raum in dem etwa zwei Drittel der 40 000 Buxtehuder Menschen leben. Das wird in Gesprächen häufig bemängelt, Astrid Doku stört das naturgemäß nicht. Als er im März 2014 im Internet die Suchanzeige des Wachtelburg-Besitzers Wolfgang Drusell fand, schaute er sich an, wie viel Konkurrenz es in der Umgebung gibt. „Viele Privathäuser, keine Restaurants“, fasst er das Ergebnis seiner Ortserkundung zusammen. Die Familie Doku setzte sich bei der Vergabe gegen zwei Konkurrenten durch.

Um die Gastronomie-Lücke zu schließen, investiert die Familie Doku viel Zeit. Astrit Doku ist als Einkäufer, Koch und im Service im Einsatz – „immer da, wo ich gebraucht werde“. Frau Elisa im Service. „Das kann man nur als Familienbetrieb machen“, sagt sie.

Bei der Betreuung von Tochter Joana helfen die Großeltern, damit sich die beiden abends auf ihren Job konzentrieren können. Die Küche ist bis 22 Uhr auf, das Restaurant bis 24 Uhr geöffnet. Dienstag ist Ruhetag. Ein Saal für Feiern mit bis zu 60 Personen ist vorhanden.

„Wir haben es erlebt, dass Leute, die gemerkt haben, dass sie die Letzten im Lokal sind, deshalb gehen wollten. Denen sage ich: Bleibt, wir freuen uns, dass ihr da seid.“ Dieser Satz sagt viel darüber aus, wie die Betreiber der Wachtelburg ihren Job verstehen und wieso die Leute dort wieder gerne hingehen.

Diese Ansichtskarte der Wachtelburg entstand um 1910 und zeigt die Wachtelburg inmitten der Heide. Heute ist das Restaurant von Wohnbebauung umgeben.

Diese Ansichtskarte der Wachtelburg entstand um 1910 und zeigt die Wachtelburg inmitten der Heide. Heute ist das Restaurant von Wohnbebauung umgeben.

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