Nach Stader Gewalttat: 300 Fußballer kicken beim Solidaritätsturnier
Der JFV D/A & Stade nahm an dem Benefizturnier in Garbsen teil und bekam einen besonderen Pokal. Foto: Verein
Die Gewalttat mit sechs Toten in Stade hat weit über die Landkreisgrenzen hinaus für Betroffenheit gesorgt. Beim TuS Garbsen wurde deshalb ein Solidaritätsturnier initiiert.
Landkreis. Mehr als 300 junge Fußballerinnen und Fußballer kamen zusammen. Eingeladen waren auch die D-Junioren des JFV D/A & Stade und des JFV A/O/B/H/H.
„Ausgangspunkt für die Idee zu diesem Turnier war das Mehrfachtötungsdelikt in Stade. Das Geschehen hat viele Menschen tief erschüttert und einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig ein respektvoller und gewaltfreier Umgang miteinander und ein starkes gesellschaftliches Miteinander sind“, teilte der TuS Garbsen - liegt nahe Hannover - mit. Initiator war TuS-Trainer Ragib Cakici.
Das Solidaritätsturnier sollte „bewusst einen positiven Gegenpol setzen. Insbesondere jungen Menschen sollen Werte wie Respekt, Toleranz, Fair Play, Zusammenhalt und gegenseitige Verantwortung vermittelt werden. Sport bringt Menschen zusammen und zeigt, wie wichtig Teamgeist, gegenseitiger Respekt und ein faires Miteinander sind“.
Aufklärung und Werte vermitteln
Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, ließ bei der Eröffnung des Turniers mit Rahmenprogramm eine Rede verlesen: Die Botschaft des Turniers könne nicht wichtiger sein – wir halten zusammen.
Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen informierte vor Ort. Einnahmen durch Tombola kamen der Stiftung zugute. Das Turnier wurde zudem von der Daniel-Nivel-Stiftung begleitet, die sich insbesondere gegen Gewalt im Fußball und für ein respektvolles Miteinander einsetzt.
Ergebnisse sind nebensächlich
Jedes teilnehmende Kind hat eine besondere Erinnerungstafel bekommen anstelle einer klassischen Medaille. Jede Mannschaft bekam unabhängig von der Platzierung einen Pokal.
Gewalttat in Stade: Mutmaßlicher Waffenverkäufer verhaftet
A/O/B/H/H verlor drei Spiele und spielte einmal remis. D/A & Stade gewann sein erstes Spiel, trennte sich dann unentschieden und verlor danach zweimal, unter anderem gegen den späteren Finalisten SG Letter (0:1).
A/O/B/H/H hatte gegen den Turniersieger KSV Baunatal mit 0:3 verloren. Beide Kreisteams verpassten das Viertelfinale.
Im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall in Stade übergab der TuS Garbsen „einen besonderen Freundschaftspokal“. Zwei Exemplare wurden angefertigt: „Einen für uns in Garbsen und einen für das Stader Team - beide sollen dauerhaft für unsere Verbundenheit stehen“, teilte der TuS mit. (st)
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