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Nachfahren der Malweiber bei Bossard

Der Großneffe von Ida Gerhardi, Wolfgang Steinweg , und die Vorstandsvorsitzende der Kunststätte, Dr. Gudula Mayr .

Der Großneffe von Ida Gerhardi, Wolfgang Steinweg , und die Vorstandsvorsitzende der Kunststätte, Dr. Gudula Mayr .

Die aktuelle Ausstellung „Die Malweiber von Paris. Deutsche Künstlerinnen im Aufbruch“ in der Kunststätte Bossard zeichnet sich durch viele hochwertige Exponate privater Leihgeber aus. 

Donnerstag, 21.07.2016, 16:31 Uhr

Seit der Vernissage lockt die Präsentation viele Besucher nach Jesteburg-Lüllau und die Nachfahren der „Malweiber“ aus ganz Deutschland kommen, um zu schauen, wie die eigenen Schätze im Kreis der anderen Exponate zur Geltung kommen.

Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung, zu bereits die Enkelin von Annemarie Kirchner-Kruse begrüßt werden konnte, wurde die Ausstellung noch durch ein Werk der Künstlerin Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930) bereichert. Die Malerin, Mitgründerin der Hamburger Sezession, war 1925 für ein halbes Jahr zu Studienaufenthalten in Paris. „Paris – Notre Dame II“, ein vermutlich in dieser Zeit entstandenes Ölgemälde der Kathedrale, ergänzt nun die Exponate der anderen zehn Malweiber von Paris. Gerade war der Großneffe von Ida Gerhardi, Wolfgang Steinweg, zu Gast in Jesteburg. Er ist Verwalter des Gerhardi-Archivs in Münster, aus dessen Beständen neben den eindrucksvollen Gemälden, Zeichnungen und Schriftstücken auch das mittlerweile berühmte Foto der Künstlerin im Pariser Atelier Colarossi stammt. „Leider habe ich meine Großtante nicht mehr persönlich kennengelernt“, sagt Wolfgang Steinweg, dennoch erinnert er sich an seine Kindheit, als ihm im Wohnzimmer seiner Großmutter in Lüdenscheid, dem damaligen Atelier Ida Gerhardis, lateinische Vokabeln abgehört wurden.

Begleitend zur Ausstellung „Die Malweiber von Paris“ präsentiert die Schauspielerin Veronika Kranich am Sonnabend, 27. August, ab 16 Uhr im Heimathaus Jesteburg in Wort, Bild und Ton die herausragende Malerin des Worpsweder Künstlerkreises, Paula Modersohn, die zu Lebzeiten nur ein einziges Bild verkaufte. Der Eintritt in die Lesung kostet 10 Euro, Besucher unter 18 Jahren sind frei.

Die Ausstellung „Malweiber“ dauert noch bis zum 11. September und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es im Internet.

www.bossard.de.

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