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Tierpark Hellabrunn

Nachwuchs bei seltenen Kurzohrmäusen

Die Geburt des Jungtiers feiert der Tierpark als Zuchterfolg.

Die Geburt des Jungtiers feiert der Tierpark als Zuchterfolg. Foto: Tierpark Hellabrunn/dpa

Jahrzehntelang galt die Bayerische Kurzohrmaus als verschollen - jetzt gibt es gute Neuigkeiten von der bedrohten Art.

Von dpa 22.12.2025, 13:50 Uhr
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München. Nachwuchs bei den Kurzohrmäusen im Münchner Tierpark Hellabrunn: Kurz nach dem Einzug in das neue Maushaus hat eine Maus dieser stark bedrohten Art mindestens ein Junges zur Welt gebracht. Ob das weibliche Jungtier Geschwister hat, war zunächst unklar - „da das Muttertier direkt nach der Geburt im Nest für einige Tage nicht gestört wurde“, wie der Tierpark mitteilte. Derzeit geht der Zoo davon aus, dass Eltern und Junges nun zu dritt sind. 

Elternpaar und Maus-Tochter

Die Drei sind die einzigen Kurzohrmäuse in Hellabrunn, der Zoo zählt die Art „zu den geheimnisvollsten Wühlmausarten Europas“, denn sie sei sehr selten. 1962 wurde die Kurzohrmaus den Angaben zufolge bei Garmisch-Partenkirchen entdeckt. Weil sie dann jahrzehntelang nicht mehr gesehen wurde, galt sie als verschollen bis Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt 2023 doch noch Tiere fanden. 

Art gilt als extrem selten und vom Aussterben bedroht

„Aufgrund ihres winzigen, stark isolierten Verbreitungsgebiets und der sehr kleinen Population wird die Bayerische Kurzohrmaus in der Roten Liste Deutschlands als „ausgestorben oder verschollen“ geführt, in Österreich gilt sie als „vom Aussterben bedroht““, schreibt der Tierpark. Damit sei sie vermutlich die seltenste Säugetierart Europas – möglicherweise sogar weltweit. 

Die zuständige Kuratorin Lena Bockreiß feierte den Nachwuchs als kleinen, aber bedeutenden Erfolg. Langfristig könne die Zucht im Tierpark - beispielsweise durch Auswilderungen - dazu beitragen, die heimische Mausart vor dem Aussterben zu bewahren und „die biologische Vielfalt unserer Region“ langfristig zu erhalten.

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