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Neu Wulmstorf: Famila polarisiert weiter

Ein Schandfleck kommt endlich weg: Auf dem ehemaligen Gelände von Möbel Meyn an der B 73 soll ein Famila-Markt gebaut werden. Foto Wahba

Ein Schandfleck kommt endlich weg: Auf dem ehemaligen Gelände von Möbel Meyn an der B 73 soll ein Famila-Markt gebaut werden. Foto Wahba

Die Sozialdemokraten warnen davor, den geplanten Markt von Anfang an schlecht zu reden, auch wenn er erheblich kleiner wird als anfangs geplant.

Von Claudia Michaelis Dienstag, 17.07.2018, 16:44 Uhr

Die Ansiedlung von Famila auf dem ehemaligen Meyn-Gelände polarisiert in der Politik auch nach dem mehrheitlichen Ratsbeschluss für das Vorhabeb, den Neu Wulmstorfs Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor den Ferien nach fünfjähriger Vorplanung endlich gefasst hat. Die Sozialdemokraten mahnen die CDU, den Markt nicht schon im Vorfeld schlecht zu reden.

Es sei schon bemerkenswert, mit welchen Vergleichen gerade die ewigen Gegner des Famila-Marktes jetzt aufwarten, findet Neu Wulmstorfs Vize-Bürgermeister Thomas Grambow. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde das heruntergekommene ehemalige Möbel-Meyn-Gelände endlich einem neuen und modernen Verbrauchermarkt weichen, stellt der Sozialdemokrat zufrieden fest. Obwohl sie diesem Vorhaben jetzt auch selbst zugestimmt hätten, schienen die Famila-Gegner nicht verwinden zu können, dass sich die Beharrlichkeit der Befürworter gelohnt habe und sie sich nun durchsetzen.

„Möglicherweise haben es einige immer noch nicht verkraftet, dass günstige Begleitumstände dazu geführt haben, dass ein Verbrauchermarkt möglich wird“, kommentiert Grambow die abwertenden Bemerkungen aus den Reihen der CDU.

Besonders befremdlich empfinden die Sozialdemokraten die Wortwahl der CDU, wenn von einem „Bettvorleger“ gesprochen wird, der nun gelandet sei. Gerade mit der CDU sei es eben nicht möglich gewesen, mit einer gemeinsamen starken Stimme für einen Famila-Markt nach außen einzutreten. Ein gemeinsames Vorgehen wäre sicherlich förderlicher gewesen. Aus den zunächst geplanten 3600 Quadratmetern seien nun trotzdem noch immerhin ca. 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche geworden.

„Warum die CDU diesen Markt von vornherein schlecht redet und abwertet ist nicht nachvollziehbar. Der Erfolg eines Marktes hängt im Wesentlichen vom Engagement des Unternehmers ab. Beispiele in Neu Wulmstorf gibt es dafür doch genug“, kommentiert SPD-Fraktionschef Tobias Handtke die öffentlichen Äußerungen der CDU. „Wir freuen uns jedenfalls, dass sich nach Jahren des Stillstandes nun endlich etwas bewegt und das nicht zuletzt an einer absolut prominenten Stelle im Gemeindegebiet, quasi im Vorgarten unserer Gemeinde, die nun bald wieder Pendler und Bürger in Neu Wulmstorf einladend begrüßen wird.“

Der Famila-Markt wird deshalb auch im Mittelpunkt der diesjährigen „Tour de Neu Wulmstorf“ der SPD-Ratsfraktion stehen. Bei der ersten Etapp am Sonntag, 29. Juli, sind alle interessierten Bürger geladen, unter Federführung von Thomas Grambow vor Ort mit den Ratsmitgliedern der SPD ins Gespräch zu kommen und sich über den aktuellen Stand der Planung informieren. Start und Ziel der gesamten Route werden noch bekanntgegeben.

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