Zähl Pixel
Gute finanzielle Lage in Hollern-Twielenfleth

Neuer Antrag: Toiletten am Bassenflether Strand bleiben Thema

Fast die Hälfte günstiger als vorgesehen werden die acht neuen Fahrradbügel , die in der Form schon am neuen Rathaus in Steinkirchen stehen. Foto: Lankuttis

Fast die Hälfte günstiger als vorgesehen werden die acht neuen Fahrradbügel , die in der Form schon am neuen Rathaus in Steinkirchen stehen. Foto: Lankuttis

Die finanzielle Lage der Gemeinde Hollern-Twielenfleth sieht gut aus. „Der positive Trend setzt sich fort“, sagte Gemeindedirektor Kai Schulz, über den Haushaltsentwurf für 2019. Die Toiletten am Bassenflether Strand sind weiterhin ein dringendes Thema.

Von Karin Lankuttis Donnerstag, 20.12.2018, 14:12 Uhr

Überschüsse werden auch für die folgenden Jahre erwartet, und Investitionen können ohne Kredit finanziert werden.

Im Jahresergebnis für 2019 werden bei Erträgen von 4,9 Millionen Euro 580.000 Euro Überschuss erwartet. Vor allem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind gestiegen. „Das ist eine sehr positive Entwicklung“, sagte Schulz. Allerdings müsse die Gemeinde auch 93 Prozent ihrer Steuereinnahmen als Umlagen an die Samtgemeinde und den Kreis wieder abführen. Trotz Senkung der Umlageanteile ist dieser Posten um fast eine halbe Million auf rund vier Millionen Euro gestiegen.

Die größte Investition im nächsten Jahr sind 250.000 Euro für die komplette Sanierung der Kurzen Straße in Bassenfleth inklusive der Entwässerung. Das Ziegelpflaster soll laut Schulz durch Betonsteinpflaster ersetzt werden.

Die Bushaltestelle „Kirche Hollern“ soll auf beiden Straßenseiten aus- beziehungsweise neugebaut werden. Dafür sind mit Mitteln aus diesem Jahr insgesamt 100.000 Euro veranschlagt. 75.000 Euro sollen aus Fördermitteln fließen, die noch bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) beantragt werden müssen.

Für den Ponton der Kaffeeklappe werden ebenfalls noch Gelder aus diesem Jahr übertragen. Für 22.500 Euro soll die Brücke anders befestigt werden, sodass sie im Winter vor Ort bleiben könnte. Bisher wird die Brücke mit einem Schiffskran auf den Ponton gehoben und mit abtransportiert, was für zwei Einsätze im Jahr 10.000 Euro kostet.

{picture1}

Der Mehrgenerationenpark beim Freibad erhält eine Sitzgruppe für 1500 Euro und vier Fahrradbügel. Auch bei der Kaffeeklappe sollen vier Fahrradbügel aufgestellt werden. 1600 Euro sind für die acht Fahrradständer inklusive Aufbau eingeplant, die in der Form schon am neuen Rathaus in Steinkirchen stehen. Das Modell ist fast die Hälfte günstiger als vorgesehen, dafür entfallen allerdings die Fördermittel.

Mit 30.000 Euro fortgesetzt wird die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. Die schrittweise Umrüstung seit vielen Jahren schlage sich in sinkenden Stromkosten nieder, sagte Gemeindedirektor Schulz. Die Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft in Wöhrden erhält für 5000 Euro neue Fenster.

Um die Maßnahmen am Bassenflether Strand fortzuführen und die dringend benötigten Toiletten aufzustellen, wartet die Gemeinde noch auf die Zusage von Fördermitteln. Für Parkplätze und Sanitäranlagen waren schon 2016 rund 250.500 Euro eingeplant. Der Parkplatz ist in diesem Jahr für 50.000 Euro erweitert worden, muss aber noch weiter hergerichtet werden. Ein Parkscheinautomat soll aufgestellt werden. Die geplanten Sanitäranlagen könnten ohne Personal betrieben werden und seien selbstreinigend, sagte Bürgermeister Timo Gerke (parteilos). Nachdem der erste Förderantrag abgelehnt wurde, habe die Gemeinde nachgebessert und einen zweiten Antrag gestellt, sagte Gerke. Das Toilettenhaus wurde um eine Servicestation für Radfahrer erweitert. Rund 100.000 Euro sollen an Fördermitteln fließen, die Samtgemeinde Lühe schießt 40.000 Euro zu.

Wie Gerke mitteilte, können die Seniorenwohnungen in der Hinterstraße nächstes Jahr gebaut werden. Fünf Doppelhaushälften sollen auf dem Grundstück der Kirchengemeinde entstehen und barrierefreies Wohnen ermöglichen. Für das schon vor vier Jahren begonnene Projekt seien viele vertragliche Sachen zu regeln gewesen, um die Häuser Senioren vorzubehalten, erklärte der Bürgermeister. Die Gemeinde brauche aber keinen Bebauungsplan aufstellen.

In der Nachbarschaft dazu ist ein zweites Projekt in Planung. Hinter der Arztpraxis sollen Wohnungen für alle Generationen entstehen. Dafür müsse aber erst die 220-KV-Stromleitung zurückgebaut werden, und ein B-Plan sei nötig, so Gerke.

Der Verwaltungsentwurf wird nun in den Fachausschüssen beraten.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.