AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Chip-Konzern

Neuer Intel-Chef hält trotz Krise an Chip-Fertigung fest

Lip-Bu Tan steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze von Intel.

Lip-Bu Tan steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze von Intel. Foto: Andrej Sokolow/dpa

Intel dominierte einst die Chip-Industrie, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Den Plan, aus der Krise auch als Auftragsfertiger zu kommen, bleibt nach dem Führungswechsel bestehen.

Von dpa 29.04.2025, 20:50 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

San Jose. Der neue Intel-Chef Lip-Bu Tan hält an den ambitionierten Plänen für die Chipfertigung des kriselnden Halbleiter-Pioniers fest. Er wolle die Sparte Intel Foundry zum Erfolg bringen, sagte der erst seit rund fünf Wochen amtierende Manager. Sein Vorgänger Pat Gelsinger hatte das Projekt begonnen, Intel auch zum Auftragsfertiger für andere Chipentwickler zu machen. Nach Rückschlägen bei dem Plan musste Gelsinger jedoch im Dezember abtreten. 

Intel stellte nun bei einem Event in San Jose den Chipkonzern Mediatek als Kunden der Auftragsfertigung für einen neuen Produktionsprozess vor. Auch für die nächsten Fertigungstechnologien gebe es Interessenten, hieß es. Intel sieht Innovationen bei der Konstruktion der Chips als einen potenziellen Trumpf im Wettbewerb mit etablierten Rivalen wie dem weltgrößten Auftragsfertiger TSMC. 

Nach dem Schock der Chip-Engpässe in der Corona-Pandemie beschlossen die USA unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden und die Europäische Union, mit dem Anreiz von Milliarden-Subventionen wieder mehr Halbleiter-Fertigung in den Westen zu holen. Intel profitierte davon mit hohen Zusagen sowohl in den USA als auch für das inzwischen auf Eis gelegte Werk in Magdeburg. 

Donald Trump hingegen kritisierte die Subventionen als Geldverschwendung und will die Anbieter mit Hilfe von Zöllen zwingen, mehr Chips in den USA zu fertigen. Lip-Bu Tan zeigte sich „sehr erfreut“, dass die Trump-Regierung die Produktion in Amerika zu einer Priorität erklärt habe.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Aus für Rollenspiel-Entwickler Bioware

Mit Titeln wie „Dragon Age“ oder „Mass Effect“ hat das Videospiele-Studio Bioware Geschichte geschrieben. Nach rund 31 Jahren wird es nun geschlossen.

Microsoft wirbt um Vertrauen deutscher Kunden

Ob Word, Outlook oder Copilot, Anwendungen der US-Firma Microsoft sind stark präsent im Alltag. Vielleicht zu stark? In Köln lud die Firma zu einem Werbeevent, auch um solche Sorgenfalten zu glätten.

25 Jahre iPod: Startschuss für Apples Höhenflug

1.000 Songs in der Tasche - mit diesem Versprechen brachte Apple vor 25 Jahren den iPod auf den Markt. Das kleine Gerät bereitete den Weg für das iPhone - und krempelte nebenbei die Musikbranche um.