Neuer Pastor setzt auf lebendige Gemeinde
Jan Wutkewicz ist der neue Pastor in der Markuskirchengemeinde. Foto: Beneke
Die Vakanz in der evangelisch-lutherischen Markuskirchengemeinde ist geschlossen: Der neue Pastor Jan Wutkewicz ist mit seiner Familie in das Wiepenkathener Pfarrhaus eingezogen und hat seinen Dienst in Hahle, Haddorf und Wiepenkathen angetreten.
Schon als Jugendlicher hat Jan Wutkewicz bei den christlichen Pfadfindern Andachten gehalten und Gottesdienste mitgestaltet. Die Freude daran hat den Wunsch wachsen lassen, Pastor zu werden. Der 37-Jährige ist in Hildesheim geboren und aufgewachsen, hat nach dem Abitur in Göttingen und Jerusalem Theologie studiert und in Nikolausberg bei Göttingen sein Vikariat absolviert. Seinen Zivildienst leistete er an einer Sonderschule ab. Den Weg zur Amtskirche fand er vergleichsweise spät. Das Sakrament der Taufe empfing er mit 18 Jahren. Da war keine Konfirmation mehr notwendig.
Die erste Pfarrstelle führte Jan Wutkewicz nach Hankensbüttel, eine Landgemeinde zwischen Uelzen und Gifhorn. Seine Frau Johanna, die auch Pastorin ist, bekam in der Nachbargemeinde eine halbe Stelle. Siebeneinhalb Jahre blieb das Paar dort.
Sein Vorgänger als Pastor in Wiepenkathen, Christian Berndt, kam im vergangenen Sommer als Superintendent in den Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen, dem die Kirchengemeinde Hankensbüttel angehört. Schon während seines Studiums absolvierte Jan Wutkewicz ein Praktikum in der Markuskirchengemeinde – bei seinem jetzigen Hahler Kollegen Volker Dieterich-Domröse. In dieser Zeit wohnte er in Wiepenkathen bei Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Ende Januar entschloss sich das Paar, den Sprung an die Elbe zu wagen. Sie sahen sich das Pfarrhaus an, schickten die Bewerbung ab.
In den kommenden Wochen stehen Geburtstagsbesuche, Seelsorgegespräche und Hochzeiten an. Besonders freut sich Jan Wutkewicz auf den Einschulungsgottesdienst in Wiepenkathen. Die Kirchengemeinde soll lebendig sein und Gemeinschaft stiften, das ist ihm wichtig. „In der Kirche ist etwas los“, dieser Eindruck soll nach außen getragen werden. Der Theologe möchte mit den Gläubigen Freud und Leid teilen. „Sie sollen wissen, dass Gott uns hört“, sagt er. In den kommenden Wochen möchte sich der 37-Jährige vor allem Zeit nehmen, die Strukturen und Pro-tagonisten in Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Sprengel kennenzulernen.
Er wird sich in der Konfirmandenarbeit engagieren, im Herbst beginnen die neuen Kurse. Auch an der Segelfreizeit Stader Flotte für die Konfirmanden möchte er sich beteiligen. Das Segeln ist, neben der Fotografie, auch eine private Leidenschaft des neuen Pastors. Hierfür wird er an der Elbe viel Gelegenheit haben. Außerdem möchte er den Bootsführerschein erwerben.
Radelnd hat Jan Wutkewicz mit seiner Familie angefangen, die Region zu erkunden. Ehefrau Johanna wird fortan in der Cosmae-Gemeinde tätig sein. Sie ist ein Kind der Region – in Buxtehude geboren und in Jork aufgewachsen. Die Söhne Jonas (9) und Noah (7) können sich über einen kurzen Weg zur Grundschule freuen, die sich gleich neben dem Pfarrhaus befindet. Tochter Elisa (3) wird den Kindergarten in Hahle besuchen.