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Neues Fahrzeug erhöht Sicherheit im Airbus-Werk

Der Leiter der Werkfeuerwehr, Michael Törner , präsentiert das neue Löschgruppenfahrzeug für den Stader Standort. Fotos: Beneke

Der Leiter der Werkfeuerwehr, Michael Törner , präsentiert das neue Löschgruppenfahrzeug für den Stader Standort. Fotos: Beneke

Die Werkfeuerwehr am Stader Standort des Flugzeugbauers Airbus hat ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt. Das 330.000 Euro teure Löschgruppenfahrzeug 20 (kurz: LF 20) ersetzt ein Vorgängermodell, das nach fast 20 Jahren ausgemustert wird.

Von Daniel Beneke Montag, 18.02.2019, 15:30 Uhr

Der 18-Tonnen-Lkw mit einem Fahrgestell auf Basis des Mercedes Antos ist beim Spezialhersteller Rosenbauer zum Feuerwehr-Fahrzeug umgebaut worden. Angetrieben wird das LF 20 von einem 430-PS-Diesel der Euro-6-Norm. Das Fahrzeug hat 2600 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel an Bord. Die Pumpe kann 3500 Liter Wasser in der Minute befördern. Einsatzstellen können mit einem LED-Lichtmast und der LED-Umfeldbeleuchtung erhellt werden. Das Fahrgestell senkt sich automatisch ab.

Werkfeuerwehr-Leiter Michael Törner berichtete bei der feierlichen Inbetriebnahme von fünf Jahre währenden Planungsarbeiten. „Mit dem neuen LF 20 haben wir das, was wir brauchen, um dieses Werk zu schützen. Aber ich möchte nie bei einem Einsatz im Werk die Leistungsgrenzen des Fahrzeugs ausreizen müssen“, sagte der Feuerwehrchef.

Die Flugzeugproduktion sei ein sensibles System, sagte der Vertreter der Werkleitung, Thomas Krohn. Wenn ein Produktionsplatz ausfällt, habe das große Auswirkungen – weltweit. Mit der erst vor wenigen Jahren errichteten Wache und den zeitgemäßen Fahrzeugen sei die Werkfeuerwehr „gut gewappnet“.

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70 Mitglieder zählt die Werkfeuerwehr. Neben Airbus-eigenen Kräften und Mitarbeitern des Dienstleisters Securitas eilen im Alarmfall auch in der Produktion tätige Mitarbeiter herbei und besetzen das LF 20 oder das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 3000 (kurz: HLF 3000). Ein Rettungswagen gehört zum Fuhrpark. Mit knapp 2000 Beschäftigten ist Airbus der größte Arbeitgeber im Raum Stade.

In Stade stehe die modernste Feuerwehr- und Rettungswache im Airbus-Konsortium, sagte Airbus-Sicherheitschef Arne Rüter. Für die Ausrüstung gelten „extrem hohe Standards“.

Die Polizeidirektion Lüneburg beaufsichtige die Werkfeuerwehr. Der Schutz der Mitarbeiter und der Produktionslinien habe für den Konzern eine große Bedeutung.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Henning Klensang und Stades Stadtbrandmeister Klaus-Daniel Ney gratulierten der Airbus-Werkfeuerwehr zu dem Neuzugang.

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