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Leserbriefe

TNicht kritisch genug beäugt

Zum Artikel „Der Streit ums Stader Holzkraftwerk“ (TAGEBLATT vom 13. Januar) schreibt Barbara Schöppner-Köser aus Stade:

Mittwoch, 22.01.2025, 14:16 Uhr

Als ich den Bericht zum geplanten Stader Holzkraftwerk gelesen habe, kamen mir ein paar Fragen in den Sinn. Zunächst bin ich über die Menge an Holz (500.000 Tonnen pro Jahr) gestolpert. Wo kommt so eine riesige Menge an Holz aus Europa jedes Jahr bei einer Mindestlaufzeit des Kraftwerkes von circa 30 Jahren her? Meine nächste Frage betrifft die Aussage zur Erzeugung grünen Stroms aus dem Rohstoff Holz? Zunächst bedeutet grüner Strom für mich Null Umweltbelastung. Bei der Verbrennung von Holz wird CO2 freigesetzt. Wo bleibt das? Bevor ein Baum wieder nachwächst, der das CO2 aufnimmt aus der Umwelt, dauert es eine lange Zeit. Also wird doch bedeutend mehr CO2 bei der Verbrennung freigesetzt als es von nachwachsenden Bäumen gebunden werden kann. Darum kann es sich nach meinem Wissen nicht um grünen Strom handeln, der in dem Kraftwerk erzeugt werden soll. Meine nächste Frage betrifft die Kosten. Ist Holz wirklich so günstig im Einkauf, dass es sich lohnt daraus billigen Strom zu erzeugen, den ein ganzer Industriepark nutzen soll und später auch noch als Fernwärme genutzt werden kann? Meiner Meinung nach wird die Planung dieses Kraftwerkes nicht kritisch genug von unseren Politikern beäugt.

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